Hinter den Handballern des SV Eintracht Gommern liegt ein ereignisreiches Jahr. Nach dem Aufstieg aus der Nordliga in die Verbandsliga Nord sind die Schützlinge des Trainergespanns Schaarschmidt/Bock in ihrer ersten Hinrunde in der neuen Spielklasse seit über zehn Jahren auf einem bemerkenswerten achten Tabellenplatz angekommen. Nun gilt es, dieses Niveau in der Rückrunde zu halten.

Gommern (jha/okr). Mit 13:13-Punkten erarbeitete sich das Team ein ausgeglichenes Konto. In dieser Hinrunde waren die Gommeraner für die eine oder andere Überraschung gut, mussten sich aber auch ihre Sporen verdienen und gingen oftmals selbstverschuldet, aber auch unglücklich, als Verlierer vom Feld. Angesichts der gerade zum Ende der Hinrunde prekären Personalsituation mit zahlreichen verletzten Spielern (unter anderem Philipp Eckhardt, Marko Schroeter, Mathias Zater, Dennis Einwiller) ist dieser Platz im Mittelfeld sicherlich als großer Erfolg einzuordnen. "Wir sind mit dem Platz und den Punkten zufrieden, auch spielerisch haben wir über weite Strecken überzeugt", lobte Trainer René Schaarschmidt.

In der ersten Partie traf die Eintracht in der neuerrichteten Gommeraner Sporthalle auf den hochambitionierten Kreisnachbarn aus Biederitz. Die favorisierten Gäste erwischten jedoch einen rabenschwarzen Tag. Gommern zeigte dagegen, dass es großes Potenzial besitzt. Nach 60 Minuten und einem hochinteressanten Spiel konnten die Einheimischen das Spiel mit 34:30 für sich entscheiden. In der Folge bewiesen die Eintracht-Handballer jedoch, dass sie als Aufsteiger die nötige Konstanz vermissen lassen sollten. Bei der zweiten Mannschaft des BSV Magdeburg setzte es eine leistungsgerechte 30:33-Niederlage.

Im zweiten Heimspiel gegen die SpG Thale/Westerhausen, die lange Zeit das Feld der Verbandsliga anführen sollte, zeigten die Gommeraner 45 Minuten lang erneut eine sehr gute Leistung. In der Schlussviertelstunde verspielten die nervöser werdenden Hausherren den Sieg und Thale konnte mit 34:33 zwei Punkte aus Gommern entführen.

Im Aufsteigerduell in Weferlingen konnte sich die Eintracht wieder behaupten (30:28), jedoch ging das folgende Heimspiel gegen Post Magdeburg erneut mit 26:30 verloren. Dabei lagen die Ehlestädter zur Pause schon mit 6:14 hinten, bewiesen dann im zweiten Durchgang jedoch Moral und konnten selbst in Führung gehen. Diese Aufholjagd hatte jedoch Spuren hinterlassen und die Landeshauptstädter sollten am Ende ungefährdet noch den Sieg einfahren.

Die zwei folgenden Auswärtsspiele gegen Halberstadt und Ilsenburg gestaltete Gommern erfolgreich. Gegen Halberstadt feierte der lange verletzte Marcus Sindermann (Kreuzband) sein Comeback im Tor der Eintracht und lieferte eine tadellose Leistung ab. Zum Auswärtsspiel nach Ilsenburg reisten die Gommeraner mit einem Mini-Kader von sieben einsatzfähigen Feldspielern. Nichtsdestotrotz konnten sie das Spiel im Harz mit 34:33 für sich entscheiden.

Nach dem Heimsieg gegen Westeregeln schlich sich dann eine kleine Schwächephase ein. Nach der klaren Niederlage in Möckern (36:31) setzte es eine sehr unglückliche Niederlage in eigener Halle gegen den MSV 90 Magdeburg (22:23). Auch in der Folgewoche in Haldensleben bei der zweiten Vertretung des HSV sollten die Gommeraner ihre Probleme haben und beim Tabellenletzten noch sehr glücklich mit dem 26:26 einen Punkte holen. Während der beiden Spiele gegen Magdeburg und Haldensleben lieferten die Eintracht-Handballer ihre bis dato schwächsten Leistungen ab. "Wir sind halt in der Breite nicht so stark aufgestellt, können Ausfälle von Leistungsträgern nicht so einfach kompensieren", sagte Schaarschmidt, der aus seinem Team Tino Einwiller sowie Robert Kaese und Marko Schroeter leistungsmäßig hervorhob.

Im letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause gegen die SG Solpke/Mieste kehrten die Ehlestädter mit dem 29:26 in die Erfolgspur zurück. Mit der Niederlage in Oebisfelde glichen die Gommeraner ihr Punktekonto mit dem 13. Minuspunkt aus und reihten sich auf Tabellenrang acht ein.

Als bisher bester der drei Aufsteiger in die Verbandsliga Nord kann die Eintracht mit dem achten Platz in der Tabelle äußerst zufrieden sein. Zur Rückrunde erwartet das Trainergespann die Verletzten Dennis Einwiller, Philipp Eckhardt und Mathias Zater zurück. Außerdem werden auch erstmals die Neuzugänge Falco Herbst und Paul Schrader zum Einsatz kommen können. "Sie werden uns sicher weiterhelfen können. Was uns fehlt, ist ein groß gewachsener Rückraumspieler. Wir sind körperlich nicht die Stärksten der Liga, das spiegelt sich auch in der Abwehrleistung wider", wies Schaarschmidt auf die Defizite seines Teams hin.

Bleibt zu hoffen, dass die Gommeraner Eintracht mit der personellen Entlastung die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einfahren kann. Schaarschmidt: "Wir müssen schleunigst die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einfahren. Dann können wir auch weiter nach oben schauen und einen einstelligen Tabellenplatz anvisieren."

SV Eintracht Gommern: Julian Hartung (13 Einsätze/0 Tore), Stefan Bußmann (12/0), Marcus Sindermann (8/0), Andreas Schütte (1/0) – Daniel Krieseler (13/30), Dominik Dietze (13/37), Michel Ehrke (13/27), Kevin Bomke (13/17), Tino Einwiller (12/67), Robert Kaese (11/75), Dennis Einwiller (11/43), Marko Schroeter (9/44), Mathias Zater (7/8), Philipp Eckhardt (5/32), Andreas Wetzel (4/1), Andreas Simon (3/1), Heiko Kölling (2/1), Torsten Bock (1/0), Sven Bramer (1/5), David Koch (1/0)