Gerwisch (bjr). Der Sieger der zweiten Auflage des Hallenfußballturniers um den Sport-Factory-Cup in Gerwisch heißt – mit einiger Überraschung – Union Heyrothsberge.

Die zweite Mannschaft der SG Blau-Weiß Gerwisch lud am Freitag zum rasanten Kick unter dem Hallendach. Insgesamt sieben Mannschaften plus dem Team der Gastgeber folgten der Einladung. Da die "Youngsters" des SC Magdeburg (2. Handball-Bundesliga) kurzfristig absagten, sprangen mit den Virgin Guards Magdeburg, die sonst in der zweiten German Football League gegen eher eiförmige Bälle treten, ebenfalls "fußballfremde" Akteure in die Bresche. Zwar hatten die Jungfrauen-Beschützer am Ende nichts mit dem Turniersieg zu tun, stellten aber immerhin mit Tino Euler den besten Torhüter.

Nach der Vorrunde mussten die Gastgeber dem Titelverteidiger MSV 90 Preussen (Verbandsliga) den Vortritt lassen. Den Gruppensieg der Staffel A sicherte sich die Landesklasse-Elf aus Heyrothsberge.

In der anderen Gruppe setzte sich erwartungsgemäß die erste Mannschaft der Gerwischer vor dem MSV Börde durch. Bevor die jeweils Erst- und Zweitplatzierten im Halbfinale antraten, wurden die Platzierungsspiele der Ränge acht bis fünf ausgetragen. Besonderheit hierbei: Die Plätze wurden direkt im Neunmeterschießen vergeben. Letztlich sicherten sich Kreisoberligist Blau-Weiß Niegripp und die angesprochene Gerwischer Reserve die Plätze sieben und fünf.

In den Semi-Finals kam es zum einen zum Duell zwischen Heyrothsberge und dem MSV Börde, sowie zum Aufeinandertreffen des anderen Magdeburger Vertreters Preussen gegen Gerwischs "Erste". Im ersten Duell setzten sich die Union-Kicker durch ein Tor von Stefan Pinno in der Verlängerung mit 1:0 durch und bejubelten den Finaleinzug. Im anderen Match zeigte die SG Blau-Weiß der jungen Magdeburger Truppe beim 5:1 deutlich ihre Grenzen auf.

Im Spiel um Platz drei bezwang Börde im Stadtduell die Preussen-Kicker mit 1:0. Derweil wuchs mit Blick auf das von den beiden Ortsnachbarn ausgetragene Finalderby die Spannung in der Halle.

Heyrothsberge schockte hierbei den Landesligisten durch einen Ziemann-Treffer, den die Blau-Weißen aber durch Mario Träberts 1:1 ausglichen. Mike Pinno hatte aber wiederum die passende Antwort parat und schob zum entscheidenden 2:1 ein. Auch wenn Gerwisch in der Folge noch einmal alles nach vorn warf, sollte kein weiterer Treffer mehr gelingen. Schwacher Trost: Mit Denis Schönfeld (fünf Tore) sicherte sich ein Blau-Weißer den Titel als bester Torschütze.

Derweil war die Stimmung bei den Unionern natürlich auf dem Höhepunkt angelangt. Stilecht zu Queen‘s "We are the Champions" und mit einem Gläschen Sekt stieß das Völckel-Team auf die geglückte Entführung des Wanderpokals an.