Nach dem sehr guten fünften Platz in der Vorsaison und dem Weggang des besten Torschützen René Teßmann (147 Tore) zum Güsener HC hieß es für die Nordliga-Handballer der SG Fortschritt Burg in der neuen Spielzeit, erst einmal Punkte zu sammeln und dann weiterzusehen. Mit Platz sechs und 12:12-Punkten zum Ende der Hinrunde haben die Burger Ballwerfer zwar noch keine Bäume ausgerissen, können aber mit dem bisherigen Saisonverlauf weitestgehend zufrieden sein.

Burg (gth). Zum Auftakt der Spielzeit 2010/2011 kam es dann für Fortschritt auch gleich knüppeldick. Bei den starken Aufsteigern FSV 1895 und Post SV Magdeburg II setzte es jeweils eine 30:34-Niederlage. Anschließend musste man sich nach einer ganz schwachen Leistung zu Hause auch Lok Stendal mit 24:28 geschlagen geben. So fand sich die SG nach dem dritten Spieltag mit 0:6-Punkten auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte allerdings noch niemand, dass Fortschritt eine Serie von acht ungeschlagenen Spielen starten würde. Zuerst gelang den Burgern nach einer großartigen kämpferischen Leistung gegen das Top-Team aus Osterburg beim 29:29-Remis der erste Punktgewinn. Anschließend konnte man nach dem 25:25 beim dritten Aufsteiger VfB Klötze nicht sagen, ob es ein gewonnener oder verlorener Punkt war. Den ersten Sieg für die Burger gab es dann am 6. Spieltag mit einen 23:21 gegen die SG Neuferchau/Kunrau, wobei dieser Erfolg lange auf des Messers Schneide stand.

Danach konnte Fortschritt beim MSV Börde den ersten Auswärtssieg (34:30) bejubeln und kam gegen die TuS Magdeburg trotz einer 19:12-Führung nicht über ein 29:29-Unentschieden hinaus. Im Derby beim Güsener HC II lag Fortschritt in der 38. Minute noch mit 19:21 zurück, ehe die Burger in den verbleibenden Minuten ein regelrechtes Feuerwerk abbrannten und einen in dieser Höhe wohl nie erwarteten 38:28-Auswärtssieg landeten. Im abschließenden Spiel der Hinrunde, welches in keiner Phase Nordliga-Niveau aufwies, setzte sich die SG gegen Eiche Biederitz II mit 24:20 durch.

Dass die Burger um Längen besser spielen können, zeigten sie zum Rückrundenauftakt gegen Spitzenreiter FSV 1895 Magdeburg. In einem Duell auf Augenhöhe sprang am Ende ein leistungsgerechtes 24:24-Unentschieden heraus. Im letzten Match des Jahres ging es zu Lok Stendal, wo Fortschritt bekanntlich aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen hatte, allerdings stand am Ende erneut eine unnötige 26:29-Pleite zu Buche. Mit 12:12-Punkten fanden sich die Burger zum Jahreswechsel jenseits von Gut und Böse auf Platz sechs wieder. Auffallend war bisher vor allem die schwache Trefferquote bei Strafwürfen.

Da die Neueröffnung der Sporthalle am Schützenplatz auf den 31. Januar verlegt wurde, kann Fortschritt seine beiden ersten Heimspiele des neuen Jahres gegen Post SV Magdeburg und Klötze noch nicht in seiner Heimhalle austragen und ist somit weiterhin "Gast" beim Burger BC.

Fortschritt Burg: Bünger (11 Spiele/0 Tore/0 Siebenmeter), Gerlach (11/0/0) – Rochow (8/10/0), Ebert (11/18/0), Bretschneider (10/51/16), Piehl (1/0/0), Titsch (6/21/1), Mache (6/23/10), Wagner (12/6/0), Wöhe (12/34/0), Brückner (11/52/15), Wichmann (11/49/12), Lange (12/49/0), Weigel (11/10/0), Schulz (11/8/0)