Mit einem souveränen 4:1 (2:0)-Auswärtserfolg bei Eintracht Mechau hat die SG Gerwisch am Sonnabend ihre kurze Durststrecke in der Fußball-Landesliga Nord beendet und sich dank des Dreiers im Nachholspiel auf Rang vier verbessert. Mann des Spiels war erneut Danny Schalla.

Mechau (okr/hpl). Manchmal kann ein Trainer schon bei der Erwärmung erkennen, welchen Verlauf ein Spiel nehmen wird. Mal macht er eine Schwäche beim Gegner aus, mal sieht er die Stärken im eigenen Team. "Es ist nur ein Gefühl, das einen auch schnell täuschen kann", sagt SG-Trainer Rolf Döbbelin. Am Sonnabend hat ihn sein Gefühl nicht getäuscht, transportierten seine Spieler ihre Aussagen vor Anpfiff, "hier heute punkten zu wollen", auch auf den Rasen.

Dabei hätte dieses Selbstbewusstsein der Blau-Weißen zu Beginn auch in Unsicherheit umschlagen können, schoss doch der Mechauer Andreas Lenz den Ball an die Unterkante der Latte (5.). "Da war schon etwas Glück bei", sagte Döbbelin. Zu diesem Zeitpunkt war von dem guten Gefühl bei der Erwärmung noch nichts zu sehen. Gerwisch agierte unruhig und mit wenig Ballsicherheit. Erst ein Fernschuss von Denis Schönfeld (11.) löste die Verkrampfung, die vor allem bei Danny Schalla Kräfte freisetzte. Der SG-Stürmer fasste sich ein Herz und schoss aus der Distanz zum 1:0 ein (15.), wobei Mechaus Keeper Kai Gurke keine gute Figur machte. "Das habe ich schon bei der Erwärmung gesehen, dass der nicht unschlagbar ist", sagte Döbbelin. Unhaltbar war dagegen Schallas Schuss in der 23. Minute, den er volley aus 20 Metern ins "Dreieck" beförderte, wo der Ball stecken blieb – 2:0. Bis zur Pause waren die Altmärker um den Anschlusstreffer bemüht, wobei Marc Pätzold zweimal aus der Distanz scheiterte (29., 37.).

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gerwischer, die auf Philipp Baumgartl und Maik Hoppe verzichten mussten, auf eine schnelle Vorentscheidung. Denis Schönfeld schoss in einer Szene knapp am Pfosten vorbei (50.). Auf der anderen Seite spielte Mechau hop oder top. Dabei entschärfte Sascha Krüger mehrfach brenzlige Situationen (57.), zeigte eine starke Reaktion nach einem abgefälschten Schuss von Lenz (72.). Dennoch ließen die Gäste in der zweiten Halbzeit wenig zu, behielt Thomas Sauer im Abwehrzentrum die Übersicht. Und auch das frühe 3:0 spielte Gerwisch in die Karten. Nach Foul an Danny Schalla verwandelte Schönfeld den fälligen Elfmeter sicher (61.).

In der Schlussphase wurden die nie aufgebenden Gäste für ihre stetigen Bemühungen belohnt. Der eingewechselte Torjäger Rafael Pisula, der angeschlagen zunächst auf der Bank saß, erzielte nach einer Ecke per Kopf das 1:3 (83.). Zwei Minuten später stellte Tino Ragust nach einer Einzelleistung den alten Abstand wieder her (4:1.). Zu diesem Zeitpunkt hatten alle Gerwischer das Gefühl, dass am Sieg nicht mehr zu rütteln war.

"Das war ein schöner Erfolg, der uns Sicherheit für die kommenden Aufgaben geben sollte", resümierte Rolf Döbbelin.