Der Wille war da, das Fleisch war schwach: Dem Burger BC verließen beim zweiten Landesklasse-Punktspiel innerhalb von drei Tagen die Kräfte. "Kein Vorwurf an meine Mannschaft, ihr fehlte einfach die körperliche Frische", sagte BBC-Trainer Paul Hernold nach der 2:3 (1:3)-Niederlage gegen Kali Wolmirstedt.

Burg. Gleichwohl waren die Gastgeber am Sonnabend gegen den Tabellennachbarn nicht chancenlos. Im Gegenteil: Angesichts einer Vielzahl von Torchancen wäre mindestens ein Remis verdient gewesen. So nahm Wolmirstedt alle drei Punkte aus dem Flickschupark mit und zog in der Tabelle an den Burgern vorbei.

Dabei begann die Begegnung bei strömendem Regen ganz nach dem Geschmack der Platzherren. Nach einem langen Ball von Christoph Wernecke setzte sich Danny Lindenblatt gut durch und schoss ins lange Eck zum 1:0 ein (1.). Die frühe Führung verlieh dem BBC sichtlich Auftrieb. Nur vier Minuten später hätte Sandro Becker auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins am Kali-Keeper. Im Gegenzug waren sich die BBC-Abwehrspieler nicht einig, so dass Andreas Brettschneider ungehindert zum 1:1 einschießen konnte (6.).

Trotz des Ausgleichs blieben die Gastgeber am Drücker, wobei Becker an der Unterkante der Latte scheiterte. "Danach haben wir das Spiel aus den Händen gegeben", sagte Hernold. Die Gäste nutzten diese Schwächephase eiskalt aus. Nach Foul von Sebastian Schmidt an Liebscher trafen sie per Elfmeter zum 2:1 (32.). Kurz vor der Pause fälschte Willy Buchheim einen Schuss unglücklich ab – 1:3 (40.).

In der zweiten Halbzeit "berappelten wir uns etwas, standen enger an den Leuten", sagte der BBC-Coach. Mit Erfolg: Becker schoss aufs Tor, der Keeper parierte und im Nachsetzen erzielte Steven Peseke das 2:3 (62.). Zudem besaß Karsten Lindner weitere Chancen (47., 70.), um die Burger nach vorn zu bringen – vergebens. "Uns fehlte die letzte Konzentration und Kraft, um noch zum Ausgleich zu kommen", sagte Hernold, der angesichts der Ausfälle von Christian Blankenburg, Maik Damczyk sowie der angeschlagenen Wernecke und Becker die Niederlage richtig einzuordnen wusste.