Biederitz (okr). DJK – "Deutsche Jugendkraft": Hinter dem Namen verbirgt sich ein katholischer Verband für Breiten- und Leistungssport, in dem bundesweit eine halbe Million Menschen organisiert sind. "Ziel ist es, Sportangebote zu schaffen und die Zusammengehörigkeit zu stärken", heißt es im Leitbild der Kirchen-Organisation. Diese Werte wurden in der vergangenen Woche auch beim 20. DJK-Bundes- championat in Biederitz vermittelt. Der gastgebende DJK war Ausrichter eines dreitägigen Schülerwettbewerbs, bei dem rund 70 Tischtennisspieler aus ganz Deutschland in sportlichen Wettstreit traten.

DJK – "Die Jugend kommt", fand Kay Gericke seine eigene Interpretation des Namens. Damit unterstrich der Biederitzer Bürgermeister bei der Eröffnung des Turniers den Stellenwert, den der Verbund bei der Kinder- und Jugendförderung einnimmt. Schließlich leistet der Biederitzer Tischtennisverein seit Jahren wichtige Sportarbeit in der Gemeinde. Vielleicht war dieses Engagement auch ein Grund, warum der DJK sein Bundeschampionat erstmals in den neuen Ländern, nämlich in Biederitz veranstaltete.

Dazu hatte der Bundesverband junge Tischtennisspieler bis 14 Jahre aus den sogenannten Diözesanverbänden (DV) Essen, Freiburg, Limburg, Magdeburg, Mainz, München-Freising, Münster, Paderborn, Regensburg, Trier und Würzburg eingeladen. "Es ist unsere größte Veranstaltung für Schüler überhaupt", sagte Tischtennis-Bundesfachwart Bernd Piehl, der von den Biederitzern um seinen Vorsitzenden Harold Gawrosch tatkräftig unterstützt wurde. Er sah den Wettbewerb als Leistungs- und Breitensportveranstaltung an, bei dem gute und bessere Spieler mitmachen sollen.

Dass zwischen den Tischtennis-Vereinen Leistungsunterschiede herrschen, bekamen auch die Biederitzer zu spüren. Sie traten mit den jüngsten Spielern an. Im Mannschaftswettbewerb siegte die Vertretung aus dem DV München-Freising, vor DV Rottenburg- Stuttgart und DV Münster. Die erste Biederitzer Mannschaft in der Besetzung David Lück, Klaidas Baranauskas und Berenike-Lea Triebe wurde 13., die zweite Mannschaft mit Julian Franz, Felix Lutter, Vincent Dziuballe und Lena Rost 14. und die dritte Vertetung mit Luis Kaakstein, Anton Lange, Leonie Gottschalk, und Jonas Köppe 16. Ein Achtungserfolg war das Erreichen des Achtelfinals im Einzelturnier durch Berenike-Lea Triebe, die zusammen mit Lena Rost als Gaststarterin aus Möser das Biederitzer Team verstärkte und im gemeinsamen Leistungsstützpunkt trainiert.

"DJK und mehr...", lautet ein Slogan des Sportverbandes. "Mit mehr meinen wir die gemeinsamen Aktivitäten, die wir neben dem Sport organisieren", sagte Bernd Piehl. Dies war beim Bundeschampionat nicht anders. Bei einer Stadtrundfahrt in Magdeburg und einem Grillabend lernten sich die Kinder und Jugendlichen besser kennen. Insofern hat das Turnier auch abseits der Platten seinen Zweck erfüllt.