Magdeburg ( vwo ). Nach zehn Wochen Spielpause startete der SV Eintracht Gommern am Sonnabend in die Rückrunde der Fußball-Landesklasse 2. Beim SV Fortuna Magdeburg unterlag der Spitzenreiter mit 2 : 4 ( 1 : 2 ) und musste vorerst den Platz an der Sonne räumen. Trotz aller personellen Probleme war die Niederlage angesichts zahlreicher Tormöglichkeiten unnötig.

Trainer Thomas Wilke ging aus Mangel an Alternativen volles Risiko. Er setzte Florian Mentzel ( nach Handbruch ) und Guido Möbius ( nach Krankheit ) ein, beide mussten durchspielen. Schon nach zwei Minuten setzte sich Mentzel in Szene, als er an den Pfosten schoss. Fortuna besaß in der vierten und sechsten Minute ebenfalls zwei gute Chancen. Bereits in diesen Szenen war erkennbar, dass beide Abwehrreihen enorme Probleme hatten. Die Folge : In der siebenten Minute zirkelte Marcel Helmecke einen Freistoß ins lange Eck zum 1 : 0 für Fortuna.

Die Eintracht benötigte einige Zeit, um sich von dem Rückstand zu erholen. Aber ab der 20. Minute wurden die Gäste immer stärker. Mathias Reichel hatte in der 21 ., 27. und 36. Minute gute Schusschancen, doch fehlte es seinen Versuchen an Genauigkeit. Während die über 50 mitgereisten Gommeraner Anhänger auf den Ausgleich hofften, unterlief Eintracht-Libero Torsten Marks ein Abspielfehler, den André Suchanek zum 2 : 0 für die Magdeburger nutzte. Kurz vor dem Pausenpfiff hielt Guido Möbius mit dem 1 : 2 seine Mannen im Spiel.

Und die Eintracht wollte mehr. Nach Wiederbeginn scheiterten sowohl Mentzel ( 46. ) als auch Mathias Reichel ( 50. ), die frei auf den gegnerischen Keeper zuliefen. Im Anschluss zeichnete sich der neue Eintracht-Torhüter Mathias Baumgarten bei einem Schuss von Alexander Wichmann aus. Es half aber nichts. In der 66. Minute köpfte Max Zimmermann unbedrängt im eigenen Strafraum zu Nico Spieler. Dessen Schuss konnte Baumgarten nicht festhalten, so dass Wichmann zum 3 : 1 für Fortuna abstaubte ( 66. ). Aber Gommern kämpfte. Nur zwei Minuten später brachte Marks einen Freistoß nach innen und Marko Bittersmann köpfte zum 2 : 3 ein. Und auch in der Schlussphase hätte die Eintracht noch ausgleichen können, vergab aber beste Gelegenheiten ( Mentzel, 74. ). Die Strafe folgte auf dem Fuß. Fortuna erzielte per Konter das 2 : 4 ( Suchanek ) – die Entscheidung.

Zwei Spitzenteams hatten sich einen offenen Schlagabtausch geliefert. Fortuna besaß Vorteile im Mittelfeld, der Eintracht unterliefen zu viele Fehler im Passspiel, hinzu kam die schwache Chancenverwertung.