Ohne Illusionen reisten die Volleyballer des Burger VC 99 am Sonntag zum VC Bitterfeld-Wolfen. Beim Rückrundenauftakt der Volleyball-Landesoberliga unterlag das Team dem Tabellenführer mit 1 : 3 ( -18, -15, 21, -19 ) -Sätzen. Allein der Satzgewinn gegen den Favoriten war jedoch Beleg für eine kämpferische Leistung der Gäste.

Burg ( rgä / okr ). Das Spiel begann so, wie sie es vor einer Woche in Burg geendet hatte, nämlich umkämpft und spannend. Die Burger blieben im ersten Satz stets dran und gestatteten Bitterfeld-Wolfen keinen beruhigenden Vorsprung. Im Gegenteil : Bis zum 17 : 17 wechselten die Führungen ständig. Erst in der Endphase verlor der BVC etwas den Rhythmus. Leichte Fehler ermöglichten Bitterfeld die entscheidenden Punkte zum 25 : 18-Satzerfolg, der etwas zu hoch ausfiel.

Im zweiten Satz machte sich etwas Resignation bei den Gästen breit. Die Gastgeber arbeiteten über die Stationen 8 : 3, 14 : 7 und 21 : 10 kontinuierlich einen Vorsprung heraus, der in einen 25 : 16-Satzerfolg mündete.

Im dritten Durchgang stellte die Burger Trainerin Jessyka Postolla ihr Team auf der Mittelblockposition um. Das verletzungsbedingte Fehlen von René Fischer hatte sich auf dieser Position bemerkbar gemacht. Diese Umstellung erzielte Wirkung : Der Burger Angriff agierte nun druckvoller, die Annahme stand sicher. Mit wuchtigen Angriffsschlägen zwangen die Burger den Gastgeber zunehmend zu Fehlern. Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich der BVC über 13 : 10 auf 18 : 14 ab und gab den Vorsprung nicht mehr aus den Händen – 25 : 21.

Im vierten Satz fand die Mannschaft von Trainer Darko Despotovic zu gewohnter Stärke zurück. Zwar war auch dieser Durchgang ähnlich wie der erste Satz eng ( 18 : 18 ), dennoch spielte im Endspurt der Tabellenführer seine ganze Erfahrung aus. Druckvoll in Aufschlag und Angriff sowie mit präzisen Zuspielen und konsequenter Blockarbeit agierend, sicherte sich der VC den Satz mit 25 : 19 und damit den Matchgewinn.

Dennoch zog BVC-Trainerin Jessyka Postolla ein positives Fazit : " Dass wir dieser Topmannschaft Paroli geboten haben und sogar ein Satzgewinn heraussprang, zeugt von unserer kämpferischen Einstellung. Ich bin nicht unzufrieden mit dem Spiel, weil meine Mannschaft gezeigt hat, dass sie mithalten kann. "

Mit einer konzentrierten Leistung wollen die Burgerschon am kommenden Sonnabend, 19. Dezember, im Kellerduell gegen Merseburg einen weiteren wichtigen Sieg im Abstiegskampf landen. " Wir haben trotz Weihnachtszeit keine Geschenke an unseren Kontrahenten zu verteilen ", sagte Postolla. Anpfiff der Partie in der Sporthalle Burg Süd ist wiederum um 16 Uhr.

Burger VC : S. Behr, A. Behr, Hagendorf, Nagel, Raab, Gellert, Prellwitz, Malter