Am Ende des Tages zählten nicht allein die nackten Tatsachen in Zahlen : Der Burger VC 99 hat zum dritten Mal in Folge ein Punktspiel in der Volleyball-Landesoberliga verloren, gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter VC Bitterfeld-Wolfen darf man das, auch in heimischer Halle. Vielmehr als die verlorenen Punkte schmerzt allerdings die Verletzung von René Fischer, der Mittelblocker war so unglücklich umgeknickt, dass ein längerer Ausfall ( Überdehnung ) zu vermuten ist.

Burg ( rgä / dhü ). Der Kader hatte sich vor diesem letzten Spieltag der Hinrunde dezimiert, nicht etwa Krankheit oder Verletzung wurden als Gründe dafür angegeben. Spieler kamen irgendwann nicht mehr, weshalb Trainerin Jessyka Postolla natürlich die Alternativen fehlen. Auch das machte einen Unterschied am Sonnabend zwischen den beiden Mannschaften – die Besetzung der Wechselbank. Insgesamt, resümierte auch Postolla, " war uns Bitterfeld-Wolfen in allen Belangen überlegen ". Die Punkte muss Burg woanders holen. Und dafür stehen die guten Ansätze dann auf Abruf.

Wohin die Reise gehen würde, machten die Gäste bereits mit den ersten beiden Aufschlägen deutlich. BVC-Libero Frank Gellert konnte jene nicht entscheidend annehmen, der Gegner führte mit 2 : 0. Deutlich wurde allerdings ebenso frühzeitig, dass der Spitzenreiter in keiner Phase zu einer entsprechenden Körperspannung finden sollte. " Schlafwagen-Volleyball " hatte Postolla entsprechend beobachtet, und der offerierte ihrer Mannschaft Möglichkeiten. So hatte Fischer, der einen guten Tag erwischt hatte, gleich dreimal über die Mitte zum zwischenzeitlichen 6 : 5 im ersten Durchgang verkürzt. Beim 11 : 10 führte Burg erstmals im Jubel der Fans, bis zum 22 : 22 gestaltete sich der Satz ausgeglichen. Auf der Zielgeraden fehlte dem Aufsteiger dann die Cleverness, während Bitterfeld bewies, in den entscheidenden Momenten die zuvor fehlenden Prozente wieder zulegen zu können ( 22 : 25 ). Deutlicher gestaltete sich dagegen der zweite Durchgang. Bis zur ersten Auszeit ( 6 : 10 ) hielt Burg die Partie zwar offen, aber dann zog der Gegner mit dem besseren Angriff und Block sowie einer starken Aufschlagserie davon ( 16 : 25 ). Bitterfeld-Wolfen schien allerdings auch immer mehr die Puste auszugehen, eine gewisse Überheblichkeit ließ sich nicht verstecken. Bis zum 15 : 16 im dritten Durchgang blieb Burg also dran, ehe sich René Fischer verletzte und ausschied. Den folgenden Bruch im Spiel nutzten die Gäste zur 22 : 17-Führung. Mit Kampf, und an diesem ließen die Hausherren nie einen Zweifel, und mit den 60 Zuschauern im Rücken holte der BVC noch einmal auf, die Niederlage konnte er indes nicht mehr verhindern. " Unser Team hat teilweise gut gespielt. Ich denke, wenn wir die guten Ansätze in zwei Wochen gegen Merseburg wieder abrufen können, werden wir auch wieder zwei Punkte einfahren ", resümierte Jessyka Postolla. Am kommenden Sonntag muss das Team zum Rückspiel in Bitterfeld antreten.

Burger VC : A. Behr, S. Behr, Fischer, Nagel, Hagendorf, Gellert, Malter, Raab, Prellwitz