Rolf Döbbelin hat seine Feuertaufe als Trainer des Fußball-Landesligisten SG Blau-Weiß Gerwisch bestanden. In seinem ersten Spiel gewann seine Mannschaft beim VfB Germania Halberstadt II mit 1 : 0 ( 0 : 0 ). Das Tor des Tages erzielte am Sonnabend Franz Zimmer in der 60. Spielminute.

Halberstadt ( hpl / okr ). Als im Friedensstadion zu Halberstadt der Schlusspfiff ertönte, reckten die Gerwischer Spieler die Arme empor, und auch der Neue auf der Trainerbank, Rolf Döbbelin, lächelte verschmitzt. " Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Wir wollten hinten die Null halten. Das haben wir geschafft ", bilanzierte der Neutrainer nach der bestandenen Feuertaufe.

Dabeit hatte Döbbelin bereits vor Anpfiff so seine Schwierigkeiten. Da Maik Hoppe kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel, musste er den offensiveren Andre Schacker von Beginn an bringen. Vorweg : Schacker löste seine Defensivaufgaben wie die gesamte Mannschaft gut.

In den ersten 15 Minuten herrschte viel Leerlauf, beide Teams agierten vorsichtig, so dass sich das Geschehen zwischen den Strafräumen abspielte. Bei zwei Freistößen ( 21 ., 24. ) von Halberstadt behielt die Gerwischer Abwehr um Kapitän Thomas Sauer die Übersicht. Einzig bei einem Schuss von Oliver Grimm hatte SG-Schlussmann Sascha Krüger Probleme. Überhaupt ergaben sich bis zur Pause nur bei Standards Höhepunkte, wobei Franz Zimmer bei einem Freistoß-Versuch wenig Erfolg hatte ( 29. ). Die beste Gelegenheit der ersten Halbzeit besaß Halberstadt, als Florian Köhler mit der Fußspitze den Ball knapp am Tor vorbei spitzelte ( 45. ).

In der zweiten Halbzeit agierte Gerwisch mutiger nach vorne. Die VfB-Abwehr hatte nun Schwerstarbeit zu leisten. Nach schöner Kombination schloss Denis Schönfeld ab, Germania-Keeper Daniel Löffke konnte seinen Schuss mit den Fingerspitzen gerade so ablenken ( 49. ). Nur vier Minuten später ergab sich die nächste Chance für die Gäste. Nach Freistoß von Zimmer war Philipp Baumgartl per Kopf zur Stelle, aber auch in dieser Szene klärte der gegnerische Schlussmann. Kurz darauf war es soweit : Franz Zimmer zog aus der Distanz einfach mal ab. Durch eine Unebenheit auf dem Platz blieb der Halberstädter Torwart chancenlos – 0 : 1 ( 60. ).

Danach waren die Gastgeber um den Ausgleich bemüht. Doch der Schuss von Friedrich Reitzig fand nicht sein Ziel. Als VfB-Kapitän Stephan Hlady nach 75 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz musste, schien die Partie entschieden. " Aber in dieser Phase verstanden wir es nicht, unsere Angriffe zu Ende zu spielen ", sagte Döbbelin. Da es aber beim 1 : 0-Sieg blieb, war dieser Kritikpunkt an diesem Tag fast Nebensache.