Die dritte Mannschaft des Burger Schachclubs hat den Aufstieg in die Bezirksoberliga perfekt gemacht. Auch die Hoffnungen der ersten Vertretung auf einen Aufstiegsplatz in der Landesliga A erhielten neue Nahrung.

Burg (jst/bjr) l In der Bezirks- oberliga Nord war der Burger SC II spielfrei und rutschte auf Rang zwei ab, welcher aber völlig ungefährdet ist.

Landesliga A

SF Hettstedt -

Burger SC I 3:5

Dr. Marco König bekam gleich kampflos einen Punkt zugesprochen. Frank Wagner befreite gut sich aus passiver Eröffnungsbehandlung. Den Gewinn eines Bauern bereitete er am Ende hingegen unzureichend vor, so dass er nicht übers Unentschieden hinaus kam. Von Beginn an zeigte Bernd Domsgen ein aggressives und riskantes Spiel. Dadurch in Bedrängnis geraten, machte sein Gegenüber einen verhängnisvollen Fehlzug, woraufhin dessen Verteidigung augenblicklich zusammenbrach. In komplizierter Stellung mit beidseitigen Chancen eroberte Gerhard Berger in des Gegners Zeitnotphase die Qualität, die aber nicht ausreichte um zu siegen. Ebenso vermochte Klaus Nielebock sein Plus an Qualität nicht umzumünzen, da er zu defensiv aufgereiht war. Dr. Uwe Risch agierte anfangs zurückhaltend. Dann unterlief ihm in eigentlich besserer Postion ein Lapsus und er erhielt nach Abwicklungen eine schlechte Bauernstruktur, die selbst mit seinem Läuferpaar nicht mehr zu halten war.

Nach 5:40 Stunden führte Burg zwar mit 3,5:2,5. Doch in den verbliebenen 20 Minuten kämpften Erich Granitzki sowie Ingolf Sobiechowski in Herzschlagfinals mit dem Rücken zur Wand jeweils um Remis. Im Mittelspiel hatte Granitzki den Turm gegeben, dafür das Läuferpaar und Mehrbauer behalten. Anschließend revanchierte sich der Gegner: Er gab also die Qualität zurück, fand etwas besser ins Damenendspiel, und rückte mit seinen König vor - bis er in einer Zeitnotschlacht entscheidend einen Bauern einbüßte. Sobiechowskis Festung hielt den permanenten Angriffsversuchen des Hettstedters stand, sogar gegen dessen Freibauer am Rand.

Am abschließenden 9. Spieltag, der am Sonntag, 6. April, ausgetragen wird, können sich die Mannschaften aus Burg, Aschersleben und Bernburg praktisch noch Hoffnungen auf den einen Aufstiegsplatz machen.

Burger SC I: Dr. König +, Domsgen (1), Sobiechowski (0.5), Granitzki (1), Dr. Risch, Wagner, Nielebock (0.5), G. Berger (0.5)

Bezirksliga Mitte

SV Freibauer Barleben II -

Burger SC III 1,5:4,5

Zum lang ersehnten Aufstieg hätte der dritten Burger Mannschaft rechnerisch auch ein 3:3 gereicht. Nachdem der weiterhin genesende Helmuth Geisler wie auch Armin Hoffmann mühelos gesiegt hatten, zeichnete sich gleiches bei Felix Schenk ab: Dessen erst neunjähriger Kontrahent gab zu viele Figuren preis und wurde prompt Matt gesetzt. Damit war der Aufstieg in trockenen Tüchern. Schenk als der "Verursacher" spendierte eine Runde Freibier und freute sich bereits, künftig stärkere Gegner zu fordern.

Hartmut Lemm erbeutete frühzeitig eine Leichtfigur, die nicht mehr entfliehen konnte. Allerdings hatte er dabei übersehen, dass er stattdessen einen ganzen Turm hätte gewinnen können. Nun griff Lemm entschlossen an. Doch wurden seine Dame und sein Turm vom Läufer aufgespießt, was den Burger gehörig verunsicherte und er nach verlustreichem Schlagabtausch die Qualität weniger besaß, doch immerhin einen Bauern mehr, so dass er wenig später sofort ins Remisangebot einwilligte. Dies war der endgültige Sieg für Burg.

Max Melcher gab im Turm- endspiel, in dem der Barleber Mehrbauer unaufhaltbar schien, auf. Ingo Kuhle schnappte sich sogleich einen Zentrumsbauern. Dies ermutigte ihn, selbst zwei Bauern am Damenflügel zu opfern, um damit zwei gegnerische Figuren ins Abseits zu locken und seinerseits mit einem flinken Dameschwenk die feindliche Königsstellung derart zu lähmen, dass es eine wahre Augenweide war, wie er den König herauslockte und mitten auf dem Brett unaufhaltsam ins Mattnetz trieb.

Burgs Dritte liegt nach dem Spieltag mit sechs Punkten Vorsprung uneinholbar vorn.

Burger SC III: A. Hoffmann (1), Melcher, Kuhle (1), Geisler (1), Lemm (0.5), Schenk (1)