Burg (rgä/ahf) l Der siebte Spieltag wird für die Landesober-ligavolleyballer des Burger VC 99 (5.) ein echter Reifetest. Am Sonntagnachmittag gastiert um 15 Uhr die Reserve des USC Magdeburg (6.) in der Turnhalle Burg-Süd.

Beide Mannschaften der höchsten Spielklasse Sachsen-Anhalts sind extrem motiviert, den gewohnt zahlreichen Zuschauern einen echten Volleyball-Leckerbissen zu servieren. Dabei dürfen die Gastgeber nicht den Fehler machen, den einen Rang hinter ihnen platzierten Gegner des USC Magdeburg II zu unterschätzen. Denn der Aufsteiger aus der Landeshauptstadt hat sich vor der Saison mit Spielern aus Bitterfeld verstärkt und in dieser Saison bereits drei Siege einfahren können. Außerdem im Team der Gäste: ein guter Zuspieler mit Erfahrung aus der 3. Bundesliga. Aufgrund dieser Qualität in der Mannschaft ist der USC ein erfahrener Aufsteiger, der das Potential hat, am Ende der Saison im Mittelfeld der Tabelle zu landen. Das macht die Aufgabe für das Team um Trainerin Jessyka Postolla sicher nicht leicht.

Volle Konzentration, volle Punkte

"Wir müssen mit voller Konzentration in das Spiel gehen, müssen unsere Leistung zu 100 Prozent abrufen, dann denke ich, werden wir nur schwer in eigener Halle zu schlagen sein", gibt sich der Postolla kämpferisch. "Wir werden aber sicher nicht den Fehler machen und unseren Gegner unterschätzen", fügte Sebastian Behr an. Der BVC-Spieler hätte aber sicher nichts dagegen, wenn die Partie nicht über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen würde, denn dann gäbe es die angestrebte volle Punktzahl.

Zuletzt setzte es für die Volleyballer des Burger VC 99 aber in Dessau eine 1:3-Niederlage gegen die Anhalt-Volleys. Doch von der dritten Auswärtsniederlage lassen sich die Ihlestädter nicht unterkriegen. Denn den drei verlorenen Partien in der Fremde stehen drei Heimsiege gegenüber. Die Gastgeber wollen ihre Erfolgsserie in Burg-Süd gern auf vier siegreiche Spiele vor ihren treuen Anhängern ausbauen.

Geht es nach Sebastian Behr, hatte die Niederlage am vergangenen Wochenende sogar etwas Gutes: "Die Partie gegen die Anhalt Volleys hat uns als Team gezeigt, zu was wir fähig sind, wenn es uns gelingen würde, mit voller Konzentration über die gesamte Spielzeit zu agieren. Durch diese Erfahrung sind wir als Mannschaft noch enger zusammengerückt. Diese Geschlossenheit wollen wir nun auch gegen Magdeburg demonstrieren."

Nicht einfach, aber mit Unterstützung machbar

Lautstark unterstützt werden die Burger Volleyballer dabei sicher von ihren Fans, die ihr Team in der Sporthalle Burg-Süd immer wieder zu Höchstleistungen antreiben und nicht zuletzt auch deshalb ein Faktor für die gute Heimbilanz des BVC-Teams sind. Ein Sieg gegen den USC II wäre für die Ihlestädter der nächste Schritt in die richtige Richtung. Dazu wird es aber neben der richtigen Atmosphäre auch darauf ankommen, das Magdeburger Aufbauspiel mit druckvollen Aufschlägen von Beginn an zu unterbinden und im Block nahezu unüberwindbar zu sein. Jessyka Postolla hat jedenfalls die Maximalpunktzahl als Ziel ausgegeben: "Das ist keine einfache Aufgabe, aber dennoch machbar."

Mit einem Sieg können die Ihlestädter nicht nur ihren Mittelfeldplatz festigen, sondern hätten auch ein gutes Polster nach unten geschaffen. Wie die Realität aussieht, wird allerdings nicht nur das Spiel am Sonntag zeigen, auch die nächsten Wochen sind entscheidend. Denn mit der Auswärtspartie gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter SSV 80 Gardelegen in einer Woche und dem Heimspiel gegen den USV Halle Volleys I sieben Tage darauf, stehen zwei weitere richtungsweisende Spiele an. Doch zuerst sollte sich der BVC auf die unmittelbar bevorstehende Partie konzentrieren.