Mit sechs Neuzugängen startet der HV Wernigerode in seine vierte Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga. Volksstimme-Redakteur Ingolf Geßler unterhielt sich im Abschlusstraining zum Auftaktspiel beim HBC Wittenberg mit zwei neuen Spielern für den Rückraum, Gordon Müller und Lenny Rinke.

Wie kam der Kontakt und schließlich der Wechsel zum HV Wernigerode zustande?

Gordon Müller: Der Kontakt bestand über meine Freunde Andreas Wisotzky und Eddy Eicken schon mehr als drei Jahre, ich habe mir auch schon mehrfach Spiele des HV Wernigerode angesehen. Nach Gesprächen mit Kay Boje und Jens Kaufmann habe ich mich aufgrund der guten Perspektive im Verein für einen Wechsel in dieser Saison entschieden.

Lenny Rinke: Ich habe in der Jugend zusammen mit Markus Czaja in Braunschweig gespielt, über ihn kam dann auch der Kontakt und letztlich auch der Wechsel zum HV Wernigerode zustande.

Bei welchen Vereinen haben sie vor dem Wechsel zum HV Wernigerode gespielt?

Lenny Rinke: Ich habe in der Jugend beim MTV Vienenburg gespielt, kurzzeitig für ein halbes Jahr auch in der B-Jugend in Sickte. In der A-Jugend bekam ich dann die Chance, für zwei Jahre mit Braunschweig in der Bundesliga zu spielen. Wegen des Studiums bin ich danach wieder zurück zu meinem Heimatverein MTV Vienenburg gewechselt.

Gordon Müller: Ich habe von 2001 bis 2006 in der Jugend und zweiten Mannschaft des SC Magdeburg gespielt, danach acht Jahre beim HC Aschersleben. Es war eine sehr erfolgreiche Zeit mit dem Aufstieg von der Oberliga bis in die 2. Bundesliga. Die letzten Jahre waren dann allerdings nicht mehr so erfolgreich.

Was gab den Ausschlag, als Leistungsträger eines Zwei- und zuletzt Drittligisten oder von seinem Heimatverein in Vienenburg nach Wernigerode zu wechseln?

Gordon Müller: Bei mir haben sich die Prioritäten verschoben. Da ich ein berufsbegleitendes Studium beginne, schränken sich die Trainingsmöglichkeiten etwas ein. Und in der Sachsen-Anhalt-Liga ist die Belastung natürlich etwas geringer. Hier habe ich freie Hand und kann mir das Training in eigener Verantwortung einteilen.

Lenny Rinke: Ich studiere an der Fachhochschule in Wernigerode Betriebswirtschaft/ Dienstleistungsmanagement, da hat sich eine Verbindung zwischen Beruf und sportlicher Herausforderung angeboten. Zumal es kurze Wege in meine Heimatstadt Vienenburg sind.

Wie waren die ersten Eindrücke in der Saisonvorbereitung und von der Mannschaft?

Gordon Müller: Die ersten Eindrücke sind durchweg positiv. Ali (Trainer Björn Ahlsleben/ d.Red.) hat das Training toll organisiert, alle Spieler haben große Lust, gemeinsam etwas zu bewegen. Besser könnte ich es mir nicht vorstellen. Auch das Mannschaftsgefüge ist sehr gut. Die meisten Spieler kannte ich schon vorher, auch die Neuen passen alle sehr gut ins Team.

Lenny Rinke: Es ist absolut der Hammer. Das Training ist top, super durchdacht und hat System. Die Mannschaft ist fit, auch menschlich stimmt alles. Ich wurde sehr gut aufgenommen, die teambildenden Maßnahmen im Training waren für mich als Neuzugang natürlich optimal. Es ist alles so, wie man es sich vorstellt in einer neuen Mannschaft.

Verlief die Eingewöhnung in den Vorbereitungsspielen schon zufriedenstellend?

Gordon Müller: Die Testspiele waren für alle Spieler eine große Umstellung, schließlich galt es, viele Neuzugänge zu integrieren. Das war für mich nicht anders. Im Angriff und Abwehr fehlt es natürlich noch an der Abstimmung, aber das bekommen wir schon hin.

Was trauen sie der Mannschaft in der neuen Saison zu?

Gordon Müller: Es hängt sehr viel vom Start ab. Wir haben gleich zu Beginn einige schwere Gegner, aber wenn man gut in die Saison kommt, ist viel möglich. Deshalb ist meiner Meinung nach auch erst nach den ersten vier, fünf Spielen eine Prognose möglich.

Lenny Rinke: Ich habe ein sehr positives Gefühl. Der HV Wernigerode war in den letzten drei Spieljahren jeweils Tabellenneunter - ich bin davon überzeugt, dass wir in dieser Saison weiter vorn landen. Wir haben viele Neuzugänge und es braucht etwas Zeit, sich einzuspielen. Aber mit dieser Mannschaft ist viel möglich.

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