Halberstadt (fbo) l Zum vorletzten Auswärtsspiel in der Regionalliga Nordost sind die bereits abgestiegenen A-Junioren des VfB Germania zum Ligakonkurrenten nach Dresden gereist. Beim Drittletzen der Liga wollte man sich mit einer ansprechenden Leistung vorstellen. Die Hoffnung des Trainerteams Steffen Planitzer/Dirk Kanter dabei in Bestbesetzung aufzulaufen, wurde jedoch nicht erfüllt. Wiederum fehlten einige Stammspieler. Unterstützt wurden sie von den B-Jugendlichen Max Büter und Franz Goksch, die einen guten Eindruck hinterließen.

Von Beginn an merkte man dem SC Borea an, dass es noch um den Klassenerhalt kämpfte. Die Elbestädter setzten die Germania ständig unter Druck und attackierten früh. Halberstadt gelang es über weite Strecken des Spiels nicht, die unnötige Nervosität in den Aktionen abzulegen. Nur phasenweise wurden Spielzüge herausgespielt oder am gegnerischen Strafraum zu Ende gespielt.

Felix Kanter in der 16. Minute durch einen Freistoß und Maximilian Krummnow in der 40. Minute nach Roggenbuck-Ecke, hatten Möglichkeiten auf etwas Zählbares für die Germania. Borea seinerseits war effektiver in der Chancenverwertung. Dem 1:0 (16.) folgte nur fünf Minuten später das 2:0. Wiederum nur wenige Minuten später entschied der gute Schiedsrichter im Germania-Strafraum auf Elfmeter. Halberstadts Keeper, Fabian Guderitz, ahnte zwar die Ecke, war aber gegen den platzierten Schuss machtlos und musste den dritten Gegentreffer hinnehmen. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff nutzten die Dresdner einen individuellen Fehler der Halberstädter Hintermannschaft zum 4:0.

Mit dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit erwischten die Dresdner den VfB Germania wieder eiskalt und erzielten das vorentscheidende 5:0 und in der 70. Spielminute das 6:0.

Ab diesem Zeitpunkt wurden Germanias Offensivbemühungen intensiver. Die Sachsen lauerten nun auf Konter. Einer dieser Konter wurde im Germania-Strafraum wiederum nur durch ein Foulspiel gestoppt. Den fälligen Strafstoß verwandelten die Dresdner zum 7:0. In der 78. Minute entschärfte Boreas Torhüter Felix Rentzsch einen platzierten Schuss von Roggenbuck, ehe nur zwei Minuten später Jerome Wegner den 7:1 Ehrentreffer für seine Farben erzielte. Borea nutzte danach erneut zwei schnelle Konter zum 8:1 und 9:1-Endstand.

Mit diesem Sieg hat der SC Borea die Abstiegsplätze verlassen und kann sich berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Germania hat in diesem Vergleich, der hätte auf Augenhöhe sein können, die wohl schlechteste Saisonleistung abgeliefert und war dadurch kaum in der Lage, den Sachsen Paroli zu bieten.

Am kommenden Sonnabend erwartet der VfB Germania, den ebenfalls abstiegsbedrohten FC Hertha 03 Zehlendorf. Hier muss in allen Mannschaftsteilen eine Schippe draufgelegt werden, um den Berlinern ein ebenbürtiger Gegner zu sein und vielleicht den ersten Saisonsieg einzufahren.

VfB Germania Halberstadt: Guderitz - Kanter, Wegner, Kreß, Krummnow, Krämer, Roggenbuck, Gruhle, Reichert (Büter), Felgentreff (Biewendt), Krause (Goksch);

Torfolge: 1:0 Georg Cholewa (12.), 2:0, 4:0 Jonas Käppler (16., 32.), 3:0 Franz Beckert (24.), 5:0, 6:0 Felix Claus (47., 63.), 7:0 Max Rülicke (75.), 7:1 Jerome Wegner (80.), 8:1 Leonard Schreiber (87.), 9:1 Lucas Lucius (90.); Schiedsrichter: k. A.; Zuschauer: 34.