Im Viertelfinale des Fußball-Landespokalwettbewerbs der A-Junioren hat Verbandsligist 1. FC Lok Stendal am Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:2 verloren. Dabei zeigten die Altmärker eine ganz starke Leistung.

Stendal l Als der Gast aus der Landeshauptstadt, bekanntlich Regionalligist und damit eindeutig der Favorit in dieser Begegnung, gleich nach drei Spielminuten mit 1:0 in Führung ging, schwante den überwiegend Altmärkern unter den deutlich über 100 Zuschauern nichts Gutes.

Zumal die Landeshauptstädter durch dieses frühe Tor praktisch Blut geleckt hatten und weiter entschlossen in Richtung des Stendaler Gehäuses strebten.

Zunächste hatten die Altmärker bisweilen das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite, dass da nicht noch mehr passierte. Doch sie konnten sich auch auf einen nicht zum ersten Mal sehr souveränen Keeper verlassen. John Ziesmann pariert nicht nur erstklassig, sondern gibt seien Vorderleuten mit kräftiger Stimme auch klare Anweisungen.

Nach der Magdeburger Anfangsoffensive legte sich allmählich der Druck auf das Lok-Gehäuse. Die Stendaler kamen ab Mitte der ersten Hälfte zu eigenen Angriffsaktionen und in der 23. Spielminute zu einem Freistoß, etwa 22 Meter entfernt vom Magdeburger Gehäuse. Angreifer Niclas Buschke schnappte sich das Leder und hielt drauf. Noch etwas abgefälscht, landete es schließlich zum 1:1 im Tornetz des Gäste-Gehäuses.

Bis zur Halbzeitpause gab es auf der anderen Seite nach einem FCM-Freistoß noch eine gefährliche Situation vor dem Gastgeber-Tor. Ansonsten wirkte die gut verschiebende Stendaler Mannschaft stabil.

Das sehr gut eingestellte Lok-Team steigerte sich in der zweiten Hälfte sogar noch. Die Angreifer Buschke und Ramon Schröder operierten praktisch auch als erste Verteidigungsreihe und störten den FCM, wo sie konnten.

Der Club kam in den zweiten 45 Minuten nur noch zu wenigen Torgelegenheiten. Statt dessen sorgte Magdeburgs Keeper Lukas Cichos drei Minuten vor dem Abpfiff für einen Eklat, als er rief: "Nur Idioten hier."

Das brachte ihm logischer Weise die Rote Karte von Schiedsrichter Schottenhamel ein.

Gleich danach aber kam der dezimierte Gast aus der Landeshauptstadt noch zu einem viel versprechenden Angriff, der durch Kapitän Georg Michajlov erfolgreich abgeschlossen wurde und die knappe Stendaler 1:2-Niederlage besiegelte.

Lok Stendal: Ziesmann - Liebisch, Marhold, Schönburg, Krumbein, R. Kroschel, St. Kroschel, Seidl (62. Salge), Lehmann, Schröder, Buschke.

SR: Schottenhamel, Zuschauer: 140, Tore: 0:1 Schaarschmidt (3.), 1:1 Buschke (23.), 1:2 Michajlov (90.), B. Vork.: Rot für Cichos (FCM, Beleidigung).