Der 11. Soccercup des SSV 80 Gardelegen ist nun bereits schon wieder Geschichte. Mit dem FC Stahl Brandenburg siegte diesmal ein Turnierfrischling. Die Brandenburger besiegten im Finale Landesklasse-Spitzenreiter Blau-Gelb Goldbeck nach einer furiosen Aufholjagd noch mit 5:3.

Gardelegen l Doch dass die Brandenburger um den Ex-Lok-Spieler Maik Aumann überhaupt triumphieren konnten, verdankten sie auch "etwas glücklichen" Umständen. In der Hammergruppe B angetreten gewannen die Stahl-Jungs ihr Auftaktspiel nach einem 3:3 gegen den Haldensleber SC noch im Penaltyschießen und verspielten wenig später gegen den 1. FC Lok Stendal bei der 2:3-Pleite fast noch das Halbfinalticket. Hätte die Körner-Truppe, bei der Franz Erdmann sogar alle Turniertreffer (5) erzielte, auch nur ein Törchen mehr erzielt im direkten Duell, hätte der spätere Turniersieger bereits nach der Vorrunde die Segel streichen müssen.

Gruppenzweite spielen sich bis ins Finale vor

Doch es kam - wie erwähnt - anders. Stahl schaffte es aufgrund der besseren Tordifferenz als Gruppenzweiter hinter den spielfreudigen Fallersleber Jungs ins Halbfinale, siegte dort gegen die Traditionsmannschaft des VfL Wolfsburg mit 5:3 und später auch im Finale gegen Goldbeck mit dem gleichen Ergebnis.

Aber auch den Goldbeckern traute man - besonders nach der Auftaktpartie in Gruppe A gegen Medizin Uchtspringe (2:3 nach 2:0-Führung) - eine Finalteilnahme zunächst nicht unbedingt zu. Doch die vier erzielten Punkte reichten aus, um in die Vorschlussrunde einzuziehen. Dabei profitierte der Landesklasse-Spitzenreiter auch von einer schwachen SSV-Gastgeber-Mannschaft, die überhaupt nicht ins Turnier fand und praktisch schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen Uchtspringe (5:3-Sieg) ausgeschieden war. "Ich bin schon etwas enttäuscht. Wir haben uns nicht gut präsentiert und gar nicht ins Turnier gefunden. Es war kein Tempo und keine Spielfreude zu erkennen. Das war auch schade für unsere Fans", resümierte SSV-Coach Norbert Scheinert.

Den Turniersieg spielten also die anderen Teams aus. Neben Goldbeck qualifizierte sich in Gruppe A souverän und mit einer effizienten Spielweise mit acht Punkten Titelverteidiger VfL Wolfsburg um Roy Präger ebenfalls für das Halbfinale. Wie bereits erwähnt, kam für die "grauen Wölfe" hier das Aus gegen Stahl Brandenburg.

Jeff Salpeter dreht mit vier Toren das Endspiel

Etwas überraschend war dagegen der Goldbecker Sieg im anderen Halbfinale. Hier führten die hochgehandelten Fallersleber bereits mit 3:1, doch Goldbeck kam zurück, schaffte kurz vor Ultimo das 3:3 und rettete sich damit ins Penaltyschießen. Das gewannen die Altmärker dann auch und lösten - wie auch Stahl Brandenburg - das Finalticket.

Und hier war ebenfalls Spannung angesagt. Bereits in Minute fünf sorgte Philip Lauck für die Goldbecker Führung - das sogar in Unterzahl. Und damit nicht genug. Als Daniel Groß in Minute zehn auf 2:0 erhöhte, schien Stahl bereits geschlagen, doch die schlugen zurück - und wie. Zunächst sorgten Dimar Ronis und Jeff Salpeter für das 2:2, ehe Lauck erneut die Goldbecker Führung erzielte. Nun waren noch zwei Minuten zu spielen und Brandenburg warf alles nach vorn - mit Erfolg. Besonders Salpeter drehte jetzt auf. mit drei Treffern am Stück sorgte er erst für das zwischenzeitliche 3:3 und in der Schlussminute sogar noch für das 5:3 für Stahl. Der Turniersieg war perfekt. Obendrein sicherte sich Salpeter mit seinen vier Finaltreffern auch noch die Torjägerkanone.

Zuvor hatte Fallersleben den VfL Wolfsburg, bei dem nun langsam die Kräfte schwanden, im kleinen Finale ebenfalls mit 5:3 besiegt und sicherte sich somit die Bronzemedaille.

Gastgeber SSV 80 Gardelegen verlor auch noch sein Penaltyschießen um Platz fünf gegen Lok Stendal und belegte somit nur den sechsten Rang.

   

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