Nicht nur auf dem grünen Rasen sind der 1. FC Lok Stendal und der TuS Schwarz-Weiß Bismark die beiden höchstdotierten Teams in der Altmark, sondern auch in der Halle. Das bewiesen die beiden Teams am Sonnabend beim 24. Altmark-Masters, wo sie sich im Finale gegenüber standen. Vor 745 zahlenden Zuschauern in der Beetzendorfer Sporthalle setzten sich die Stendaler mit 3:0 durch.

Beetzendorf l Wenn der 1. FC Lok Stendal als Verbandsligist beim Altmark-Masters am Ende jubelt, ist eigentlich das Erwartete eingetreten. So war es auch am Sonnabend. Dabei kam der Erfolg der Mannen von Trainer Sven Körner allerdings nicht von ungefähr, die Stendaler zeigten sich im Turnierverlauf am ballsichersten und cleversten und setzten sich somit verdient durch. Das sah auch Coach Körner so. "Sicherlich standen die beiden besten Mannschaften, auch von der Spielanlage her, im Endspiel. Ich hätte mir zwar ab und an mehr Dominanz von meiner Mannschaft gewünscht, doch unterm Strich hat sie eine ordentliche Leistung abgeliefert", lobte der Lok-Verantwortliche seine Jungs, die anschließend noch geschlossen nach Magdeburg reisten, um dort den 30. Geburtstag von Spieler Andreas Sommermeyer zu feiern.

Den Finalsieg der Ostaltmärker tüteten Benedikt Nellessen, der am Ende mit sieben Treffern auch als bester Turniertorschütze geehrt wurde, sowie in der Schlussphase Vincent Kühn und Steven Schubert mit ihren Treffern zum 3:0 gegen den Landesligisten TuS Schwarz-Weiß Bismark ein. Auch die Bismarker verkaufen sich mehr als ordentlich, aus ihren Reihen wurde Christoph Grabau immerhin zum besten Spieler gewählt. Den Bronzerang sicherte sich der Landesklasse-Vertreter FSV Havelberg durch einen 6:4-Erfolg nach Neunmeterschießen (2:2) im kleinen Finale gegen Ligakonkurrent SV Medizin Uchtspringe. Die Mediziner stellten mit Alexander Schulz den besten Torhüter des Wettkampfs.

Vorrunde

Titelverteidiger SSV 80 Gardelegen, im Vorjahr souveräner 9:1-Finalsieger gegen Uchtspringe, tat sich in Gruppe A schwer und hatte Glück, als einer der beiden besten Gruppendritten noch ins Viertelfinale zu gelangen. Die Landesklasse-Truppe von Trainer Norbert Scheinert (vier Punkte) kam durch einen 4:2-Erfolg gegen den punktlosen SV Blau-Gelb Goldbeck, der sang- und klanglos ausschied, noch weiter. Gruppensieger wurde mit sieben Zählern der SV Medizin Uchtspringe, auf Rang zwei nistete sich mit fünf Punkten Landesligist Kreveser SV ein. Den Gruppensieg verpasste der KSV im letzten Spiel gegen die Mediziner. Die Hansens-Truppe holte einen 0:2-Rückstand auf, doch das 2:2-Remis reichte nicht, um an Uchtspringe vorbei zu kommen.

Souverän präsentierten sich die Schwarz-Weißen aus Bismark in Staffel B. Rämke Co. gewannen alle drei Partien und kamen daher auf die Maximalausbeute von neun Zählern. Dahinter war es etwas spannender. Im letzten Spiel hatte der FSV Heide Letzlingen im direkten Duell noch die Möglichkeit, den Landesligisten FSV Saxonia Tangermünde von Platz zwei zu verdrängen. Es sah zunächst auch gut aus für die Heide-Mannen, denn durch Felix Belling und Fabian Schlamann führten sie mit 2:0. Die Saxonen zeigten allerdings Moral und schlugen in Person von Andy Borchert und Michael Fraaß zurück. Durch das 2:2 festigte Tangermünde Rang zwei mit nunmehr vier Punkten, Letzlingen schied mit zwei Zählern aus. Gleiches Schicksal ereilte Kreisoberligist VfL Kalbe/Milde, der zwar den Letzlingern ein 3:3 abknöpfte, allerdings auch bei diesem einen Pünktchen hängen blieb.

Nichts anbrennen ließ Verbandsligist 1. FC Lok Stendal in Gruppe C, wo die Eisenbahner die maximalen neun Zähler einfuhren. Wirklich gefordert wurde der Turnierfavorit nur im abschließenden Duell mit dem FSV Havelberg (4:3), wo er gar einem 0:2-Rückstand hinterher lief. Die Havelberger sicherten sich sechs Punkte und damit den zweiten Rang. Dem SV Rot-Weiß Arneburg reichten die drei Zähler durch das 5:1 gegen den ostaltmärkischen Kreisoberligisten SV Grieben, um als Dritter weiter zu kommen. Die Griebener blieben als Vierter indes punktlos.

Viertelfinale

Ein packendes Duell lieferten sich die beiden Landesklasse-Spitzenteams aus Uchtspringe und Arneburg. Die Medizin-Führung durch Norman Horak glich Christopher Bünnig zwischenzeitlich aus, doch das letzte Wort hatten die Uchtspringer. Mathias Lenz schoss den 2:1-Erfolg des Vorjahresfinalisten heraus. Durch Simon Bache führte Titelverteidiger Gardelegen mit 1:0 gegen Bismark, doch dann drehten die Schwarz-Weißen auf und nach Treffern von Julian Müller, Michael Hille (Eigentor) und Michael Metzger auch das Match (3:1). Der SSV-Anschluss durch Bache zum 2:3 kam indes zu spät.

Gewaltig unter die Räder kam der hoch gehandelte Landesligist aus Krevese im Duell mit Havelberg. Zwar traf Tino Krüger zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss, doch am Ende hatte der FSV aus der Landesklasse, für den Jürgen Betker (2), Benjamin Döring und Toni Leppin erfolgreich waren, souverän mit 4:1 die Nase vorn. Ordentlich Gegenwind zu spüren bekam im Spiel gegen Tangermünde die Lok aus Stendal. Dreimal Benedikt Nellessen sowie Franz Erdmann (Tore FSV: Per-Erik Lange und Jonas Lehmann) schossen den Verbandsligisten nach einem 4:2 allerdings ins Halbfinale.

Halbfinale

Wie der sichere Sieger sahen die Bismarker TuS-Kicker nach einem 3:0-Vorsprung gegen Uchtspringe aus. Michael Metzger, Carlo Rämke und Daniel Burkardt hatten für die Schwarz-Weißen getroffen. Doch die Finalrechnung hatten die Bismarker ohne den Wirt gemacht. Die Mediziner fanden tatsächlich noch einmal zurück in die Partie. Zweimal Norman Horak sowie, mit einem herrlichen Schlenzer, Manuel Stoppa glichen zum 3:3 aus. Kurz vor der Schlusssirene durfte dann aber doch Bismark jubeln, als Metzger den 4:3-Endstand herstellte.

Sicher überwand Stendal die Hürde Havelberg. Toni Leppin gelang zwar der zwischenzeitliche Ausgleich für den FSV, doch Lok war in Person von Benedikt Nellessen, Nils Breda (2), Vincent Kühn und Franz Erdmann gleich fünfmal erfolgreich und stand nach einem 5:1 als zweiter Finalist fest.

   

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