Magdeburg l Im Spitzenspiel des 17. Spieltages der Sachsen-Anhalt-Liga der Handball-Männer unterlag der BSV 93 deutlich mit 25:32 (11:15) bei der SG Spergau. Falko Nowak (7) und Marcel Grüneberg (6) erzielten die meisten Treffer für die Gäste.

Nachdem Spergau das erste Tor des Spieles vorbehalten war, zeigte sich der BSV von Beginn an gut auf die kompakte 6:0-Deckungsformation des Kontrahenten eingestellt. Per Siebenmeter glich Nowak zum zwischenzeitlichen 2:2 aus. Bis zum 3:3 konnte der BSV stets ausgleichen, ehe den Gastgebern die erste Zwei-Tore-Führung gelang (5:3).

Dennoch gestalteten die Gäste ihre Angriffsaktionen bis dato clever und ließen sich zu keinen unvorbereiteten oder leichtfertigen Abschlüssen hinreißen. Zudem zeigte Benjamin Busk im BSV-Tor eine klasse Leistung, hielt u. a. drei Strafwürfe. Dadurch blieb der BSV, der stets hart für seine Treffer arbeiten musste, auf Tuchfühlung (6:5, 9:8).

Nach knapp 20 Minuten gelang dem BSV der erneute Ausgleich, verpasste es im Anschluss allerdings, die moralisch wichtige Führung zu erzielen. Zusätzlich machte sich der Kräfteverschleiß beim ersatzgeschwächt angereisten BSV zusehends bemerkbar. Die Konzentration sank merklich, so dass sich auch in der Abwehr die Fehler häuften.

Jedoch waren die zahlreichen leichtfertigen Ballverluste in der Offensive in dieser Phase viel schmerzlicher, weil diese es dem Gegner ermöglichten, rasch durch Konter zu einfachen Toren zu kommen. Auch eine Auszeit der BSV-Bank konnte diesen negativen Trend nicht stoppen. Somit ging es mit einem Vier-Tore-Rückstand (15:11) in die Kabine.

Den zweiten Spielabschnitt leitete der BSV gleich mit drei Ballverlusten in Folge ein. Spergau nutzte dies, um auf 17:11 davonzuziehen. Von diesem Fehlstart erholten sich die BSV-Akteure relativ schnell und verkürzten anschließend auf vier Tore (18:14).

In der Folgephase gelang es jedoch nicht mehr, den Abstand weiter zu reduzieren und sich nochmals in Schlagdistanz zu bringen. Vielmehr blieb der Rückstand konstant (21:17). Vor allem die Rückraum-Spieler des BSV rieben sich nun wieder vermehrt in Zweikämpfen auf. Dadurch kam das eigene Kombinationsspiel ins Stocken.

In der Folge ließ man sich zu Würfen aus ungünstigen Positionen hinreißen, was der Gegner wiederum zu Gegenstößen nutze. Somit wuchs der Rückstand auf sieben Tore (24:17) an. Auch die zwischenzeitlichen Paraden von Florian Fredow, der nun das BSV-Gehäuse bewachte, konnten daran nichts ändern.

Auf Grund der fehlenden Alternativen auf der BSV-Bank war damit die Vorentscheidung in diesem Spitzenspiel gefallen. Der BSV war im Anschluss nicht mehr in der Lage, sich ein erneutes Mal heranzukämpfen und musste sich letztlich deutlich geschlagen geben.

BSV 93: Busk, Fredow - Nowak 7/1, Auerbach 1, Kamm 3, Grüneberg 6, Thiele 1, Zengerling 1, Ordnung 1, Heinicke, Prax 2, Hanke 3