Magdeburg (hoe) l Die Volleyball-Männer des USC Magdeburg setzen morgen Nachmittag ab 15 Uhr in der Wittenberger Stadthalle zum Endspurt in einer ungewöhnlich erfolgreichen Regionalliga-Saison an. Obwohl noch drei Spieltage anstehen, steht der letztjährige Landesmeister und Aufsteiger bereits als Regionalligameister und Aufsteiger in die dritte Volleyballliga fest.

Diesen Erfolg hatten die Magdeburger nach dem Sieg gegen Potsdam erst gar nicht realisiert, war doch nach Meinung des USC trotz des Neun-Punkte-Vorsprunges rechnerisch noch nicht alles in "Sack und Tüten". Doch mit Einführung der Drei-Punkte-Regel zur laufenden Spielzeit änderte sich auch die Bewertung der Rangfolge bei Punktgleichheit und die Anzahl der gewonnenen Spiele (nicht wie bisher das Satzverhältnis) wird entscheidend. Konkret heißt das: Selbst wenn die Elbestädter die letzten drei Begegnungen verlieren, hätten sie immer noch ein gewonnenes Spiel mehr als Verfolger Cottbus auf der Habenseite. Diese Regelunkenntnis "verhinderte" quasi nach dem Heimsieg gegen Potsdam eine größere Party.

Ganz anders geht es momentan dem MTV Wittenberg, der sich auf einem Abstiegsplatz befindet und um den Klassenerhalt kämpft. Der Gastgeber für die sonntägliche Begegnung war in den vergangenen Spielzeiten eigentlich immer in der Spitzengruppe der Liga zu finden, hatte aber die gesamte Saison über mit großen Personalsorgen zu kämpfen und ist gerade dabei, sich wieder etwas "aufzurappeln".

Trotz der aktuellen Tabellensituation dürfte die Magdeburger elbaufwärts aber kein Spaziergang erwarten. Schon im Hinspiel hatte der USC einen Satz abgeben müssen und zwei Durchgänge nur knapp mit 23 bzw. 24 Gegenpunkten gewinnen können. Dazu kommt diesmal noch der Heimvorteil der Wittenberger.

Auch in personeller Hinsicht verlief die Vorbereitung auf die Auswärtspartie nicht wie gewünscht. Das lag und liegt aber an der studienbedingten Belastung mit Prüfungen und Praktika einiger USC-Akteure. Für diese Jahreszeit somit normal für das Studententeam.

Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Diagonalangreifer Felix Glücklederer, der am Wochenende noch einige Prüfungskurse absolvieren muss und höchstwahrscheinlich nicht mit in die Lutherstadt reisen kann. Nichtsdestotrotz wollen die Magdeburger aber auch dieses Spiel gewinnen, was im Umkehrschluss für den MTV den Abstieg bedeuten würde.