Magdeburg l Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird Nachwuchstrainer Klaus Lindner von den Leichtathleten des SC Magdeburg den erfolgreichen Auftritt seiner U14-Mädels im Rostocker Ostseestadion verfolgt haben.

Noch nie konnten SCM-Athleten vier von fünf Disziplinen in einer Altersklasse gewinnen. Am vergangenen Samstag räumten die dreizehnjährigen Mädchen richtig ab. Neben den Meetingrekorden von Antonia Buschendorf über 75 m (7,92 s) und Louisa Proch im Ballwerfen (52,00 m) überzeugte die Sprintstaffel über 4 mal 75 m ebenfalls mit Veranstaltungsrekord und gleichzeitiger Egalisierung des Landesrekordes (38,15 s). Der Sieg im Sprint öffnet Antonia die Tür zum "Supersprinter - Finale" im Berliner Olympiastadion. Ein Finallauf mit gleich vier Magdeburger Mädchen (Plätze 1, 3, 6 und 7) beweist die Stärke dieses Jahrganges.

Zwei Siege steuerten die Braun-Schwestern zum Mannschaftserfolg bei; Mikkeline siegte im Hochsprung der Altersklasse W13 mit übersprungenen 1,55 m; die zehnjährige Lillemor gewann den 800-m-Lauf mit einer Zeit von 2:43,36 min.

Lavinia Balzer belegte mit ihrem Sieg im Weitsprung (4,33 m) in der Wertung der punktbesten Leistung W10 den Spitzenplatz und sicherte sich den begehrten Pokal. Einen erweiterten Medaillensatz sammelte Mika Sachtleben. Mit Gold über 800 m, Silber im Sprint und im Weitsprung sowie Bronze im Ballwurf gehört der Neunjährige zu den Vielseitigsten im Team.

Chris Tilche (M12) katapultierte sich mit seiner Siegerzeit über 75 m (9,98 s) mit Sicherheit in den Favoritenkreis, wenn die schnellsten Nachwuchssprinter ihre Finalisten für den "Supersprinter" ermitteln werden. Zweimal Gold "fischte" der Jüngste in der Mannschaft im Ostseestadion; der achtjährige Paul Herrmann siegte im Sprint und im Weitsprung (3,72 m). Dabei verpasste er den Meetingrekord nur um vier Zentimeter.

Silber und Bronze von Deborah Hartmann, weitere dritte Plätze von Damian Fiedler; Mikkeline und Louisa sowie die Silbermedaille der U12-Staffelmädchen mit Deborah, Lillemor, Lavinia und Luisa Holzkamp stockten das Medaillenkonto weiter auf.

Pechvogel des Tages war der neunjährige Lukas Köhler. Mit 3,80 m im Weitsprung wies er den gleichen Wert wie der spätere Drittplatzierte auf. Aufgrund der schlechteren zweiten Weite schrammte er denkbar knapp an der Bronzeplakette vorbei.

Jette Homuth und Till Stein-forth (beide AK12) bewiesen ihre Vielseitigkeit mit mehreren Finalplätzen.