Magdeburg l Garant für das positive Abschneiden war ohne Frage das kontinuierliche Wirken des Trainerduos Maria Wiebicke und Markus Schmezko mit "Gewaltenteilung": Schmezko hat als Spielertrainer das Sagen im Training, Wiebicke im Spiel.

Auch der solide und große Kader war ein wichtiger Faktor bei den Stadtfeldern, deren Mannschaftsstruktur sich immer mehr zu einer Studentenmannschaft verändert. Dazu trugen die fünf Neuzugänge Jacob Bader, Jakob Gepp, Arne Keim, Alexander Noack und Martin Würkner bei. Doch auch dem Nachwuchs wurde in Person von Eigengewächs Albrecht Lührs Beachtung geschenkt.

Auch wenn es noch Rückschläge zu verdauen gab, konnte das gestellte Ziel mit engagiertem Training und wesentlich höherem leistungsbetonten Mannschaftsgeist weitestgehend umgesetzt werden.

Durch den 27 Mann starken Kader konnte das Trainerduo zumeist aus dem Vollen schöpfen und stets die möglichen 16 Akteure aufbieten. Dieser Aspekt brachte jedoch auch einige schmerzhafte Einschnitte für so manch langjährigen "Recken", wie Daniel Wilke, Marco Blanke und Ateeq Lodhi, die dadurch weniger Einsätze hatten, dies jedoch ohne Murren akzeptierten.

Zudem konnten jetzt längere Krankheiten und Verletzungen wie bei Blanke, Andreas Junker, Oliver Junker und Tobias Reggelin sowie der Weggang von Verteidiger Martin Schumann kompensiert werden.

Selbst der überraschende Abgang von Torhüter Stephan Kühl nach der Hinrunde wurde über die bereits zur Hallensaison zu Torhütern "umfunktionierten" Jan Hoffmeier und Dennis Jurack abgefangen, wobei Hoffmeier den Part auf dem Feld weitestgehend allein übernahm.

Im defensiven Bereich wurde Neuzugang Bader zum Regisseur und hatte mit Erik Becker, Malte Ahrens, Jakob Gepp und Stephan Zeilinga spielstarke Nebenleute. So wurden aus der Defensive bereits gute Spieleröffnungen gestartet, wobei die Mittelfeldakteure mit Kapitän Martin Hörning, Björn Baran, Markus Schmezko und Arne Keim als pfeilschneller Antreiber gut harmonierten.

In der Spitze zeigten die Stürmer viel Engagement und Einsatz, bewiesen aber noch Reserven beim Torabschluss. Zudem wurde der Hockey-Standard "Strafecke" von den Spezialisten zu wenig genutzt.

Letztlich zeigte einmal wieder Joscha Vonderlin mit zwölf Treffern in elf Spielen, dass er bei den Stürmer das Maß aller Dinge ist.

Mit einer resoluteren sowie effektiveren Chancenverwertung, gepaart mit einem taktisch besseren Verhalten, wäre mancher Spielausgang noch optimaler verlaufen.

 

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