Zwei Stadtderbys kennzeichnen am Sonnabend (Anstoß 15 Uhr) den 6. Spieltag der Fußball-Landesklasse, Staffel 2. Im Topspiel empfängt der Tabellenzweite Olvenstedt den Rangfünften Blau-Weiß Niegripp.

Magdeburg l Der SV Arminia und der SSV Besiegdas wollen den ersten Dreier. Der FC Zukunft und TuS 1860 Magdeburg hoffen auf eine Rückkehr in die Erfolgsspur. Der HSV Medizin will seine Serie ausbauen, der SV Fortuna II möchte die zuletzt gezeigten Leistungen bestätigen. Germania Olvenstedt bläst zum Angriff auf die Tabellenspitze.

Die Vorraussetzungen und Ansprüche sind für die sieben Magdeburger Teams in der Landesklasse 2 vor dem sechsten Spieltag recht unterschiedlich. Zwei Derbys sorgen für zusätzliche Brisanz.

Aufsteiger HSV Medizin ist die Magdeburger Überraschungsmannschaft der noch jungen Saison. Mit zwei Unentschieden und einer Niederlage gestartet, folgten zuletzt zwei überzeugende Siege und damit Tabellenrang sieben. Die Mannschaft präsentiert sich kompakt und sucht auf dem Platz nach spielerischen Lösungen. Am Sonnabend geht es zum TuS 1860 Magdeburg (12.).

"Wir wollen unsere gute Form bestätigen. Wenn wir unser derzeitiges Leistungsvermögen abrufen können, dann sollte etwas Zählbares dabei herausspringen. Ohne auf die Tabelle zu schauen ist TuS für mich dennoch der Favorit", sagt Medizin-Trainer René Angerer.

Sein Gegenüber, der Neustädter Coach Tino Beyer, verweist ebenfalls auf eine ansteigende Form seiner Mannschaft: "Bei uns fehlen zwar sechs Mann, es gilt trotzdem drei Punkte zu holen. In der Vorwoche haben wir zwar nur unentschieden gespielt, es war aber bis dato unsere beste Saisonleistung. Daran wollen wir anknüpfen".

In einem weiteren Stadtderby stehen sich der FC Zukunft und der SV Arminia gegenüber. Die Lemsdorfer mischen oben mit und stehen aktuell auf Platz vier in der Tabelle. Die Buckauer hingegen konnten in fünf Spielen erst einen mageren Punkt sammeln und haben die Rote Laterne der Liga inne. "Wir müssen aufpassen, dass wir das Selbstvertrauen nicht ganz verlieren. Wir dürfen nicht ängstlich sein. Wir müssen uns jetzt mannschaftlich geschlossen präsentieren, um die Wende zu schaffen", blickt Arminia-Trainer Thomas Tietz nach vorn.

Ebenfalls noch ohne Sieg ist der SSV Besiegdas. Die Ostelbier besitzen zwei Punkte auf der Habenseite und sind Tabellenvorletzter. Mit dem TSV Rot-Weiß Zerbst reist ein Favorit auf den Staffelsieg am Sonnabend an. Allerdings haben die Nuthestädter bislang auch noch keine Bäume ausgerissen, stehen auf dem elften Tabellenplatz.

Die zweite Mannschaft des SV Fortuna (8.) ist solide aus den Startlöchern gekommen. Coach Marco Kilian ist bislang zufrieden, zeigt doch sein Team viele gute Ansätze und weiß offensiv zu überzeugen. Die Fortunen verlassen als einziges Magdeburger Team die Landeshauptstadt. Gastgeber der Männer vom Schöppensteg ist der SC Vorfläming Nedlitz.

Germania Olvenstedt (2)empfängt im Topspiel des Tages auf dem heimischen Sportplatz die SG Blau-Weiß Niegripp (5.). Beide Mannschaften konnten bereits dreimal gewinnen. Bei einem Sieg ist für die Germanen sogar der Sprung an die Tabellenspitze möglich. Voraussetzung ist allerdings eine Niederlage des SV Groß Santersleben. Doch der Aufsteiger aus dem Landkreis Börde mischt im wahrsten Sinn des Wortes die Liga auf und hat noch kein Saisonspiel verloren.