Von Dirk Hecht

Lemsdorf l Glaubt man der Statistik, kegelt der Magdeburger SV 90 in dieser Saison auf fremden Bahnen stärker, als auf der heimischen Anlage. Auswärts sind die Elbestädter bisher verlustpunktfrei, jedoch ging am Wochenende mit dem 5288:5313 gegen den punktgleichen SV Grün-Weiß Granschütz bereits das zweite Heimspiel verloren. Die Gäste bedankten sich brav für diesen Steilpass, ohne selbst überragen zu müssen und nahmen am Ende glücklich aber dennoch zurecht die Punkte mit in den Burgenlandkreis.

Sven Ostermann hatte im ersten Durchgang mit einer harmonischen Leistung und dem Tagesbestwert von 924 Kegeln seinen Kontrahenten Alexander Weber (858) gut unter Kontrolle. Auf der anderen Seite sollte Ulf Wunderlich den Top-Spieler der Gäste, Oliver Heinold (918), an die Leine legen. Doch schlug dieser Plan fehl, denn Wunderlich (402) präsentierte sich in ungewohnt durchwachsener Verfassung. Zur Halbzeit reagierte der MSV mit der Einwechslung von Dirk Sommermeyer, der mit sehr guten 473 Holz den Druck aus dem MSV-Spiel nahm und gemeinsam mit Ostermann für eine knappe Führung von 23 Zählern sorgte.

Das Mittelpaar der Lemsdorfer verpasste es, dem Spiel den Deckel drauf zu tun. Granschütz kegelte mit Kanold (866) und Müller (891) passabel, aber nicht überragend, doch der Gastgeber nutzte dies nicht aus. Schmidt (868) und Siegemund (885) auf MSV-Seite taten sich ebenfalls schwer und brachten eine 19-Holz-Führung über die Runden, mehr jedoch nicht.

Das nervenstärkere Schlussduo stand dann auf Seiten der Grün-Weißen. Das Match blieb weiterhin knapp und spannend. Magdeburg mit Uwe Hecht (876) und Gerhard Pie- kacz (860) kegelte weiterhin den eigenen Erwartungen hinterher und gestattete den Gästen eine erfolgreiche Schlussoffensive. Tatsächlich gelang es den Grün-Weißen mit einem Kraftakt auf den letzten 50 Wurf an den Landeshauptstädtern vorbei zu ziehen. Lothar Fuchs traf gute 903 Kegel, Andreas Hammer erzielte 877 Holz.