Die Frauen des HSV Magdeburg traten in einem Nachholspiel der Sachsen-Anhalt-Liga bei Oberliga-Absteiger SG Seehausen an. In einer sehr ruppigen Partie behielten die Stadtfelderinnen am Ende mit 31:24 (15:9) die Oberhand und übernahmen die Tabellenführung in der Sachsen-Anhalt-Liga.

Magdeburg (aej) l Beim HSV fehlten mit Kortz, Kopmann, Lorenz und Ruge gleich vier Rückraumspielerinnen. Und auch Vivien Goldgraebe und Alexandra Wolke gingen angeschlagen ins Spiel, so dass der HSV mit Laura Winkler eigentlich nur eine fitte Rückraumspielerin dabei hatte.

Trotzdem starteten die Magdeburgerinnen gewohnt offensiv und mit einem hohen Tempo im Umkehrverhalten. Dadurch führte der Favorit nach acht Minuten auch verdient mit 6:2. Doch schon in dieser Phase wurde insbesondere Laura Winkler oft sehr hart attackiert, was die Schiedsrichter über das gesamte Spiel gesehen, einfach nicht unterbinden konnten. Dies schien die HSV-Sieben auch zu beeindrucken. Diese kleine unkonzentrierte Phase nutzten die Gastgeberinnen und verkürzten auf 6:5.

In der logischen Auszeit auf HSV-Seite wurde nun wieder mehr Disziplin im Angriff und eine höhere Aggressivität in der Deckung gefordert. Dies setzten die Frauen aus der Landeshauptstadt in der Folge auch um und bauten die Führung bis zum Pausenpfiff auf 15:9-Tore aus.

Die zweite Halbzeit begann der HSV vorerst ohne die nun auch noch angeschlagene Winkler und wenig später auch ohne Lara Falkenberg. Sie bekam in der 32. Minute für ein Allerweltsfoul bereits ihre dritte Zeitstrafe und dementsprechend die Rote Karte. Auch dadurch blieben die sich nie aufgebenden Altmärkerinnen weiter im Spiel. Doch der HSV Magdeburg nahm diesen Kampf ganz klar an.

Trotzdem gab es in der 43. Minute noch einmal eine brenzlige Situation für die Magdeburgerinnen zu überstehen. Melina Corfei bekam für die einzige im gesamten Spiel gepfiffene falsche Sperre eine Zeitstrafe und wenig später gab es auch für die Magdeburger Bank zwei Minuten. Im Spiel 6:4 kam die SG wieder auf drei Tore heran.

Doch mehr sollte ihnen nicht gelingen. Zwar bekam dann wenig später auch Corfei ihre dritte Zeitstrafe und ebenfalls Rot, doch das brachte den HSV nicht mehr von der Siegerstraße ab. Am Ende konnten die Mädels dank einer disziplinierten Teamleistung einen sicheren 31:24-Auswärtssieg und die damit verbundene Tabellenführung bejubeln.

HSV Magdeburg: Schick, Drews - Va. Goldgraebe 5, Kumpf 4, Vi. Goldgraebe, Zieger 1, Winkler 8, Meineke 5, Falkenberg 1, Wolke 4, Corfei 3