Die Frauen des BSV 93 verloren bei der zweiten Mannschaft des Thüringer HC deutlich mit 36:25. In keiner Phase des Spiels konnten sie den Thüringerinnen Paroli bieten.

BadLangensalza l Den Start in das Jahr 2015 hatten sich Trainer, Mannschaft und Fans anders vorgestellt. Trotz einer intensiven Vorbereitung hat das Daum-Team sein erstes Spiel im neuen Jahr voll in den Sand gesetzt und enttäuscht.

Die BSV-Frauen hatten nach sechs Angriffen vier mit Zuspielfehlern zu verbuchen, luden die Thüringerinnen zum Kontern ein und es so stand bereits nach 5 Minuten 4:1 für die Heimmannschaft. Beim 7:4 nahm BSV-Trainerin Marita Daum eine Auszeit, um ihr Team aufzurütteln. Vergeblich - denn die THC-Damen überrannten die Gäste mit schnellem Spiel, verdeckten Würfen und konsequentem Spiel am Kreis und machten aus dem 8:5 (14.) ein vorentscheidendes 17:5 (24.). Ab diesem Zeitpunkt war eigentlich nur noch Schadensbegrenzung beim konsternierten Gast angesagt.

Die Olvenstedterinnen standen zu inaktiv in der Abwehr, unterbrachen das quirlige Spiel des THC nicht, griffen in der Deckung nicht konsequent zu und fanden auch im Angriff kein Rezept, um die solide 6:0-Abwehr der Gastgeber zu knacken. In der ersten Halbzeit landeten zehn Würfe neben dem Kasten oder waren leichte Beute der THC-Torhüterin. Acht Toren bei 32 Angriffen verdeutlicht die Angriffsmisere an diesem Tag.

In der zweiten Spielhälfte versuchten die Gäste mit mehr Einsatz das Ergebnis zu verbessern; aber selbst freie Würfe vom Kreis brachte man nicht unter. Die Thüringerinnen hatten immer eine Antwort parat und hielten ihren meist Zehn-Torevorsprung. Dabei war Petra Poplulorova - am Vortag bereits im Meisterteam des THC in der ersten Liga erfolgreich - mit 8 Treffern eine willkommene Unterstützung.

Das Aufbegehren des BSV 93 - mit nun aggressiverer vorgezogener Abwehr - brachte Mitte der zweiten Hälfte kurzzeitig eine Ergebniskosmetik (22:29/ 53.), änderte aber am eindeutigen Ergebnis von 36:25 nichts.

Völlig überflüssig war das rüde Foul von Josephin Keßler gegen Mona Reißberg Sekunden vor dem Schlusspfiff, das die Rote Karte für die THC-Spielerin nach sich zog.

"Nichts von dem was wir uns vorgenommen und trainiert hatten, haben wir heute umgesetzt. Wir haben einfach nicht die notwendige Spannung und Konzentration für dieses Spiel aufgebaut und auch in der Abwehr zu zaghaft agiert", lautete denn auch das Fazit der enttäuschten BSV-Trainerin Marita Daum.

BSV 93: Schache, Schäfer - Hermes 1, Witte 2, R. Stutz, Pilgrim 1, Göbel, Nehring 2, Kluba 2, Martinez Cabrera 1, Reißberg 1, Weißenborn 4, A. Stutz 7, Rips 4/3