In der Sachsen-Anhalt-Liga der Handballmänner gab es für Magdeburger Vereine keinen Sieg. Während der BSV 93 beim Landsberger HV 24:24 (11:14) spielte, unterlag der HSV zu Hause dem Spitzenreiter TSG Calbe mit 27:32 (11:12)-Toren.

Magdeburg l Der HSV nahm gegen den vor dem Spiel noch nicht feststehenden Meister sofort den Kampf an. Vor allem ließ man sich nicht durch die überharte Spielweise der Gäste aus dem Tritt bringen. So hatten die Schiedsrichter z. B. mit Calbes Abwehrspieler Sowa viel Nachsicht. Klare Gesichtstreffer wurden nur selten bestraft.

Trotzdem entwickelte sich ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Spiel. Nach dem 0:1 traf Michel Poek zum 1:1 Ausgleich. Auch in den folgenden Minuten blieb der HSV dran. Vor allem Michael Jahns und Moritz Leo sorgten mit ihren Toren dafür, dass der Favorit zur Pause nur mit einem Tor führte.

Auch in der zweiten Hälfte konnte der HSV überzeugen. Florian Gleß war im Tor ein guter Rückhalt, im Angriff trafen Poek und M. Jahns sicher. Als Matthias Wiesner einen Siebenmeter hielt und im Gegenzug Carsten Schulz den Anschlusstreffer erzielte, wankte der Spitzenreiter. Jedoch gelang den Magdeburgern nicht der Ausgleich. In der Schlussphase machten die Magdeburger einige Fehler, so dass sich die Gäste nach 48 Minuten absetzen konnten.

Schade nur, dass nach dem Abpfiff die Calbenser Fans das Spielfeld mit Konfetti übersäten und damit das Spiel der Reservemannschaften und das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft der weiblichen B-Jugend fast abgesagt werden mussten. Nur einigen vernünftigen Spielern des Landesmeisters und den HSV-Männern war es zu verdanken, das auch die nächsten Spiele durchgeführt werden konnten.

HSV: Gleß, Wiesner - Schulz 2, Brunsendorf, A. Jahns 1,Pigorsch, Krug , Marquardt, Poek 6, Krämer 1, Leo 4, M. Jahns 12/3, Krüger 1

Wieder einmal bot die Partie des BSV 93 gegen den Landsberger HV Spannung pur. Nach einer guten Anfangsphase führte der Gast mit 4:2. Doch nach dem 6:3 aus BSV-Sicht kam es zum Bruch im Spiel der Olvenstedter. Plötzlich lag der Gast mit 7:8 hinten. Zwar hielt man den Spielstand zunächst offen (8:8, 9:9). Doch danach setzte Landsberg zu, führte über den Zwischenstand von 13:9 zur Pause mit 14:11.

Diesen Rückstand egalisierte der Gast nach dem Seitenwechsel. Grund dafür war eine Umstellung in der BSV-Deckungsformation, die nach dem 11:15-Rückstand und einem eigenen 5:0-Lauf zum 16:15 für den BSV führte.

Danach waren es wieder die Gastgeber, die eine bessere Phase erwischten und drei Treffer in Folge erzielten (19:17). Zu diesem Zeitpunkt vergab der BSV seine Chancen vor allem von den Außenpositionen und aus dem Rückraum. Im weiteren Verlauf konnte der Gast zum 20:20 bzw. 21:21 ausgleichen. Doch beim Stand von 23:21 sahen sich die Gäste wieder einem Zwei-Tore-Rückstand gegenüber. John Bade und Florian Kamm drehten in der Schlussminute die Partie nochmals zu Gunsten des BSV (23:24). Zwar kassierte der BSV noch den Treffer zum leistungsgerechten 24:24. Doch Bronze war damit gesichert.

BSV 93: Fredow, Kleineidam - Nowak 10/2, Auerbach, Grüneberg 2, Hanke, Ordnung 1, Heinicke, Kamm 2, Bischof 1, Thiele 4, Zengerling, Bade 4, Hügen