Altstadt l Am vergangenen Wochenende wurde im Magdeburger Maritimhotel die Deutsche Pokal-Endrunde im Schach ausgetragen. Wie im vergangenen Jahr setzte sich dabei der amtierende Meister OSG Baden Baden durch. Der gastgebende Aufbau Elbe Magdeburg verlor im Halbfinale und im Spiel um Platz drei jeweils knapp mit 1,5:2,5 und wurde am Ende Vierter.

Die OSG Baden Baden konnte nach dem Gewinn der zehnten Deutschen Meisterschaft in Folge durch den Pokalgewinn das Double perfekt machen.

Im Halbfinale setzten sich die Wertzahlfavoriten gegen die Mannschaft aus Berlin-Kreuzberg deutlich mit 4:0 durch. Auch das zweite Berliner Team, die SG Rotation Pankow, musste im Finale die Überlegenheit der Bade-ner anerkennen und verlor mit 1:3. Für den Seriensieger holten Rustem Dautov und Top-Nationalspieler Arkadij Naiditsch jeweils zwei Brettsiege.

Gastgeber Aufbau Elbe verpasste am Sonnabend gegen Rotation Pankow knapp den Einzug ins Finale. Während Maria Schöne am vierten Brett mit der Königsindischen Verteidigung unter Druck geriet und schließlich aufgeben musste, kam Gordon Andre zum Punktgewinn. Schon nach wenigen Zügen stand der Magdeburger auf Gewinn, verfolgte dann aber einen falschen Plan, wodurch die Stellung unklar wurde. In Zeitnot gewann Andre dann entscheidendes Material und kurze Zeit später die Partie.

Damit stand es zwischenzeitlich 1:1. Aufbau Elbes Kaderspielerin Josefine Heinemann spielte am Spitzenbrett eine sehr scharfe Partie, in der zuerst der Pankower Dauth auf Sieg stand und anschließend Heinemann eine gute Gewinnmöglichkeit übersah. Letztendlich gab der Berliner Dauerschach, so dass die Partie unentschieden gewertet wurde.

Magdeburgs Mannschaftsleiter Johannes Paul opferte Material, um eine Figur zu gewinnen, unterschätzte dabei jedoch einen starken gegnerischen Freibauern. Schließlich musste Paul die Figur zurückgeben und ein verlorenes Endspiel verwalten. Damit war die 1,5:2,5-Niederlage für Aufbau Elbe besiegelt.

Im Spiel um den dritten Platz mussten sich die Elbestädter am Sonntag dann mit demselben Resultat dem SC Kreuzberg aus Berlin geschlagen geben. Tatjana Melamed erreichte eine ausgeglichene Endspielstellung und einigte sich schnell mit ihrem Gegenüber auf eine Punkteteilung.

Während Josefine Heinemann und Johannes Paul ihre Partien verloren, konnte Jan Wöllermann überraschend seinen Gegner auskontern und zumindest einen Brettsieg für Aufbau Elbe in diesem kleinen Finale gegen Kreuzberg verbuchen. So wurde Aufbau Elbe am Ende Rangvierter.