Magdeburg (emu). Das Verbandsliga-Punktspiel des 17. Spieltages zwischen dem FC Grün-Weiß Wolfen und dem MSV 90 Preussen im Jahnstadion der alten Filmstadt endete am Samstagnachmittag 1:1 (1:1) Unentschieden. Marcel Mittelstädt traf nach nur vier Minuten zur Führung für den Gastgeber, Nils Oliver Göres (33.) erzielte für die Magdeburger den 1:1-Ausgleich.

Der Anfang der Partie verlief für die Landeshauptstädter keinesfalls planmäßig. Das Spiel hatte gerade begonnen, als die Wolfener nach einem lang geschlagenen Ball das erste Mal vor dem Gäste-Tor auftauchten und Mittelstädt aus Nahdistanz reaktionsschnell das 1:0 erzielte. Die Preussen waren sichtlich geschockt und hatten großes Glück, dass Mittelstädt (6.) und Ron Peters (24.) ihre Chancen, die sich ihnen jeweils nach Fehlpässen der Magdeburger boten, nicht nutzten.

"Die ersten 30 Minuten haben wir verschlafen, da kann man das Spiel schon verlieren", zog Preussen-Coach Dirk Hannemann eine erste Bilanz. Zum Glück wurden die Sudenburger rechtzeitig wach, ein Kopfball von Tobias Tietz, der an den Querbalken des Wolfener Kasten klatschte, läutete die erste Druckphase für sie ein (30.).

Gleich mit dem nächsten Angriff brannte es wieder lichterloh im Strafraum der Hausherren, doch weder Tietz noch Nils Kauffmann brachten den Ball im Tor unter. In der 33. Spielminute war es dann aber soweit. Nach Kauffmann-Flanke legte Danny Matthias für Göres auf, der Ex-Wolfener erzielte überlegt und gekonnt das 1:1.

Nach dem Pausentee spielte nur noch ein Team – die Preussen! Auf dem tiefen Geläuf des Jahnstadions übernahmen sie die Initiative und drückten die Grün-Weißen in deren Hälfte. Immer wieder griffen sie an, konnten dann aber aus den sich bietenden Chancen kein Kapital schlagen. Es war kaum zu glauben, dass nach keinem der zahlreichen "Hochkaräter" die Kugel im Netz zappelte. So besaßen unter anderem Steve Röhl, Daniel Sommermeyer und Tietz gute Möglichkeiten, hatten die Preussen nach einem Schuss von Göres (54.) den Torschrei schon auf den Lippen, aber ein Wolfener Abwehrbein kratzte den Ball von der Torlinie. So blieb es in diesem Spiel beim 1:1, da beide Teams, Wolfen in der ersten halben Stunde und Preussen im zweiten Abschnitt, ihre "Matchbälle" vergaben.

"Auf Grund der Chancen und der Überlegenheit in der zweiten Hälfte muss man das Spiel gewinnen", gab Hannemann nach dem Schlusspfiff zu Protokoll. "Ab der 30. Minute bin ich eigentlich zufrieden, Einsatz und Leidenschaft stimmten, die schlechte Chancenverwertung verhinderte den Sieg. Letztendlich müssen wir mit dem einen Punkt leben."