Magdeburg. Am vergangenen Sonnabend musste der HSC 2000 in der 2. Handball-Bundesliga Nord der Frauen beim weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer SV Garßen/Celle eine deutliche 22:31 (10:12)–Niederlage hinnehmen.

Konnte die Subocz-Sieben in der ersten Halbzeit dem Gegner noch Paroli bieten, lud man Celle in der zweiten Halbzeit durch mehrere Unkonzentriertheiten im Angriff immer wieder zu einfachen Kontertoren ein. Durch die sicherlich zu erwartende Niederlage verbleiben die "Bandits" auf Tabellenplatz zehn und sind in den folgenden Spielen gegen Oyten und Greven zum Siegen verdammt, soll die Chance auf einen Verbleib in Liga zwei erhalten bleiben.

"Wir waren heute keine neun Tore schlechter als der Gegner", resümierte HSC-Trainer Gregorz Subocz nach dem Spiel. Und damit hatte er Recht. Denn insbesondere in der ersten Halbzeit war man dem Tabellenprimus absolut ebenbürtig.

Doch erstmal legte der Erstligaabsteiger durch Nastia Antonewitch zum 2:0 vor, ehe der HSC durch Anne Hubinger endlich ins Spiel fand und bis zur 8. Minute durch Hubinger (2 Tore) und Kristin Schüler das Spiel zu seinen Gunsten (3:2) drehte. Und bis zur 13. Minute blieb der Gast auch weiterhin vorne (5:3), was Celle nun zu einer Auszeit zwang.

Doch am Abstand änderte sich bis zum 7:5 (16.) für die Magdeburgerinnen nichts. Doch die nun folgende Schwächephase durch Nachlässigkeiten in der Abwehr und Auslassen klarster Tormöglichkeiten im Angriff nutzte der SVG im Stile einer Spitzenmannschaft und ging selbst mit 8:7 in Front. Aber die "Bandits" fingen sich wieder und konnten das Spiel bis zum Pausenpfiff ausgeglichen gestalten.

Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit häuften sich dann beim Tabellenzehnten die Fehler und der Gegner hatte nach und nach leichtes Spiel, seinen Vorsprung immer weiter auszubauen. In der 51. Minute betrug er erstmals acht Tore (23:15).

Doch zumindest gaben sich die Subocz-Schützlinge in keiner Phase des Spiels auf, konnten noch einmal durch Jasmin Maue, Josefine Mendler und Karleen Hartmann auf 23:18 verkürzen. Doch eine erneute Zeitstrafe gegen Hartmann verhinderte eine weitere Aufholjagd.

Das war wohl ein weiterer Grund, warum Celle trotz einer am Ende nicht unbedingt überzeugenden Leistung sich trotzdem deutlich durchsetzte. Denn vier Zeitstrafen und kein einziger Siebenmeter für den HSC 2000 und auf der anderen Seite sechs Strafwürfe und gerade mal eine Zweiminutenstrafe für den Gastgeber allein in der zweiten Halbzeit sorgten auch für klare Verhältnisse.

Doch man muss auch immer das gesamte Spiel betrachten. Und da war der Tabellenführer natürlich die bessere Mannschaft und der Sieg geht dementsprechend absolut in Ordnung. Allerdings fiel er eben mit neun Toren doch etwas zu hoch aus. Aber letztendlich sollte man die erwartete Niederlage schnellstmöglich abhaken und sich nun auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Denn will man die Minimalchance auf den Klassenerhalt noch aufrecht erhalten, muss man das kommende Spiel gegen den TV Oyten gewinnen, um dann vielleicht eine kleine Sieges- serie zu beginnen.

HSC 2000: Hofmeister, Schache; – Vogel 7/2, Hubinger 5, Mendler 2, Maue 1, Göpel, Bange 2, Sachse, Schröder 1, Hartmann 1, Seeger 2, Schüler 1.