Magdeburg (emü). Breits am Freitagabend verlor der MSV 90 Preussen sein Punktspiel am 19. Spieltag der Fußball-Verbandsliga beim TV Askania Bernburg mit 2:3 (0:2). Stepan Duscha (8./24.) und Michael Schmidt (78.) trafen für den Gastgeber, Nils Oliver Göres (54.) und Tobias Ginter erzielten die Tore für die Magdeburger.

"Die ersten 25 Minuten waren sehr enttäuschend, in dieser Phase haben wir überhaupt nicht in das Spiel gefunden", beschrieb Preussen-Trainer Dirk Hannemann die erste Halbzeit dieser Partie auf dem neuen Kunstrasenplatz an der Bernburger Krumpholzallee.

Dass der Gastgeber hellwach war, zeigte sich schon im ersten Angriff. Nach einer kollektiven Schlafwageneinlage bei den Gästen war Schmidt frei durch, Preussen-Keeper Juckelandt konnte ihm den Ball aber im letzten Moment vom Fuß nehmen. Wenig später zappelte der Ball dann aber doch in den Maschen. Ein Freistoß von Duscha aus gut 25 Meter Entfernung setzte im Fünfmeterraum auf und rutschte Juckelandt über die Handschuhe – 1:0!

Die Preussen fanden zu diesem Zeitpunkt keine Antwort, zu pomadig waren ihre Angriffsversuche, Probleme hatten die kompakt und tief stehenden Askanen zunächst nicht. Als dann Duscha auf der linken Außenposition in Höhe des Strafraums abzog und der Ball zum 2:0 im rechten Winkel einschlug, schienen schon alle Messen gesungen (25.).

Preussen rappelte sich dann doch noch auf, hatte durch Mario Hosenthien die erste Möglichkeit (29.). Sein Schuss wurde aber von Bernburger Abwehrspieler Jan Reichel auf der Torlinie zur Ecke geklärt. Zum Leidwesen der Preussen erkannte Schiedsrichter Mario Jeske (Sandersdorf) aber nicht, dass Reichel bei dieser Abwehrparade unerlaubterweise die Hand benutzte.

Die zweite Hälfte wurde klar von den Gästen bestimmt. Sie machten Druck und erzielten in der 54. Minute den Anschlusstreffer. Einen langen Ball von Hosenthien legte Steve Röhl für Göres auf, der überlegt das Tor erzielte.

Göres hatte auch die nächsten Chancen, verfehlte aber entweder das Tor knapp (65.) oder verpasste den Ball vor dem Tor um Zentimeter (76.). Bernburg verteidigte mit vollem Einsatz und lauerte auf Konter. In Minute 78 war es dann soweit, als Schmidt allein, die Gäste waren komplett aufgerückt, auf das Preussen-Tor zulief und den herauslaufenden Juckelandt überlupfte.

Preussen warf nun alles nach vorn, wurde aber immer wieder vom Schiedsrichter gestoppt, der beinahe jeden Körperkontakt abpfiff und in den letzten zehn Minuten dreimal Gelb gegen die Magdeburger zeigte. Trotzdem gelang den Preussen noch ein Treffer. Der junge Tobias Ginter vollendete, nach dem zuvor Röhl und Siemke nur den Pfosten trafen, zum 3:2-Endstand.