So richtig scheinen die Bundesligadamen des HSC 2000 in diesem Jahr nicht in Schwung kommen zu wollen. Am 14. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga Nord kassierten die Schützlinge von Trainer Grzegorz Subocz beim 23 : 29 ( 10 : 16 ) in Greven bereits die dritte Pflichtspielniederlage in Folge und stecken so endgültig wieder voll im Abstiegskampf.

Magdeburg. Dabei boten die Elbestädterinnen wie bereits vor Wochenfrist eine schwache Leistung und scheiterten in erster Linie erneut an der eigenen Harmlosigkeit. Während sich der Gastgeber mit dem Sieg auf den dritten Tabellenplatz vorschieben konnte, rutschten die Magdeburgerinnen auf dem neunten Platz ab.

Der HSC verschlief den Start und kam erst beim 1 : 3 ( 5. ) durch Yvonne Sachse zum ersten Torerfolg, wobei man in der Folge den Schwung nicht nutzen konnte und auch gegen die offensive 5 : 1-Deckung der Münsterländerinnen keine Mittel fand. So sahen sich die Gäste folgerichtig mit 1 : 5 ( 9. ) im Hintertreffen. Auch eine Auszeit zeigte nur mäßigen Erfolg, die Gäste kamen nicht wirklich besser ins Spiel. Dies offenbarte sich vor allem in der Deckung, wo bis dato keine wirkliche Abstimmung zwischen Abwehr und Torhüter zu erkennen war und Greven so die riesigen Lücken im Deckungsverband immer wieder für einfache Tore nutzen konnte.

Bis zum 5 : 10 ( 20. ) fand der HSC keine Mittel, um den Grevener Offensivdrang unter Kontrolle zu bekommen. Mit einer Manndeckung gegen die quirlige Sabrina Sturmvoll versuchte man in der Folgezeit zumindest den Spielfluss der Grevenerinnen etwas zu stören, was jedoch auch nur mit mäßigem Erfolg gelang. Zwar stand die Deckung fortan etwas besser, aber im Gegenzug agierte der HSC nach wie vor viel zu konzeptlos. Bis zur Halbzeit sahen sich die Subocz-Schützlinge bereits einem 10 : 16-Rückstand hinterherlaufen.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts zeigte sich der HSC deutlich verbessert. Mit einer nun offensiveren 5 : 1-Deckung agierten die Elbestädterinnen spürbar aggressiver und konnten so den einen oder anderen Ballgewinn verzeichnen. Auch im Angriff gingen die Gäste konzentrierter zu Werke und nutzten die sich bietenden Chancen effektiver. Nach einem 5 : 0-Lauf konnten die Subocz-Schützlinge auf 15 : 18 ( 39. ) verkürzen und schnupperten erstmals wieder Morgenluft. Zwar zeigten sich die jungen Magdeburgerinnen engagiert, haderten in dieser Phase jedoch erneut mit der Chancenauswertung. Dank eines Doppelpacks von Beatrice Vogel blieben die Gäste so bis zum 19 : 22 ( 45. ) aber immer noch auf Tuchfühlung.

Mit zunehmender Spieldauer forcierten die Grevenerinnen jedoch das Tempo und setzten den HSC immer wieder unter Druck. Dabei nutzten die Schützlinge der Ex-Magdeburgerin Franziska Heinz vor allem das schlechte Rückzugsverhalten der Gäste immer wieder gnadenlos aus und kamen so im Gegenstoß zu einfachen Toren. Melanie Lorenz besorgte beim 26 : 20 ( 51. ) für die Grevenerinnen eine erneute Sechs-Tore-Führung, die sich in den verbleibenden neun Minuten als zu große Bürde für die Elbestädterinnen erwies. So zeigten die Subocz-Schützlinge zwar Moral, vermochten aber den Torerückstand nicht mehr aufzuholen und mussten sich schlussendlich mit einer 23 : 29-Niederlage zufrieden geben.

HSC 2000 : Hofmeister, Mracek – Vogel 5, Hubinger 5, Schröder 5 / 4, Maue 2, Sachse 2, Schüler 2, Degen 1, Bange 1, Franke, Mendler, Hartmann, Wysinski.