Magdeburg. Auch im zweiten Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger aus Radis unterlag der BSV 93 in der Handball-Oberliga der Männer. Diesmal war der Spielverlauf der ersten Begegnung allerdings völlig auf den Kopf gestellt. Gaben die Neu-Olvenstedter am 2. Spieltag noch einen deutlichen Vorsprung aus der Hand, holten sie am vergangenen Wochenende einen Sieben-Tore-Rückstand fast auf und hätten so beinahe einen Punkt beim derzeitigen Tabellen-Zweiten entführt. Letztendlich blieb es aber beim 27 : 23 ( 15 : 14 ) des Gastgebers.

Dieser startete gleich mit zwei Treffern in die Partie ( 2 : 0 ). Doch der BSV stemmte sich von Anfang an gegen den agilen Radis-Angriff und drehte das Ergebnis zunächst in eine eigene Zwei-Tore-Führung ( 2 : 4 ). Ebenso schnell wurde aber deutlich, dass die Gäste-Abwehr nicht richtig eingespielt wirkte. Gegen die enorm zweikampfstarken TuSRückraumakteure hatte der BSV zu oft das Nachsehen.

Bis zum 12 : 11 aus Sicht der Gäste konnten diese stets vorlegen. Dank geduldig ausgespielter Kombinationen und schneller Tempovorstöße behielt der BSV weiter die Oberhand. Allerdings ließ man dabei ebenso gute Möglichkeiten durch Fehlabspiele oder unkonzentrierte Abschlüsse aus. Kurz vor dem Seitenwechsel nutzte der Gegner dann seine spielerischen Vorteile zur 14 : 12-Führung. Mit einem Tor Rückstand ging es dann für den BSV in die Kabinen ( 15 : 14 ).

Nach dem Wiederbeginn starteten die BSV-Spieler jedoch gleich mit zwei leichtfertigen Fehlern nacheinander, sodass die Gastgeber auf 18 : 14 erhöhen konnten. Da die Offensive der Neu-Olvenstedter nicht mehr ausreichend Druck erzeugen konnte, verpufften die Angriffskombinationen in dieser Phase immer öfter. Somit musste der BSV mit Ansehen, wie sich der Gegner in einen kleinen Rausch spielte. Am Ende des Zwischenspurts der Hausherren sah sich der BSV mit sieben Toren im Hintertreffen ( 23 : 17 ). Anders als in den vergangenen Partien ergaben sich die BSV-Spieler nun keineswegs ihrem Schicksal. Mit sehr viel Engagement im Deckungsverband, in dem man endlich wieder füreinander arbeitete, kam der BSV zu einigen Gegenstoßmöglichkeiten.

Die Aufholjagd des BSV endete beim 25 : 23-Zwischenstand, als man sich bis auf zwei Tore heran gekämpft hatte. In den Schlussminuten konnte man die Früchte seiner Arbeit nicht ernten. Trotz einer Leistungssteigerung stand der BSV am Ende mit leeren Händen da und hat nun bis zum 10. Januar Zeit, sich auf das Heimspiel gegen Güsen einzustellen.

BSV 93 : F. Fredow – Bade 1, Berger 2, Goldschmidt 4, Heinicke 1, B. Hoffmann 6, M. Hoffmann 2, Kamm 2, Pethe 4, Rehländer, Reiske 1.