Im letzten Spiel des Jahres ist den Bundesligadamen des HSC 2000 ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk verwehrt geblieben. Mit einem am Ende glücklichen 28 : 28 kehrten die Schützlinge von Trainer Grzegorz Subocz am vierten Adventswochenende von ihrem Gastspiel beim Rostocker HC zurück und überwintern nun auf dem sechsten Tabellenplatz.

Magdeburg. In einem eher schwachen Zweitligaspiel vergaben die Gäste von der Elbe vor allem im zweiten Spielabschnitt immer wieder die Möglichkeit, sich entscheidend abzusetzen und waren mit der Punkteteilung noch glücklich bedient. Während beim Gastgeber vor allem Maria Wurlitzer ( 9 / 4 Tore ) für Torgefahr sorgte, trafen beim HSC Anja Schröder ( 9 / 6 ), Anne Hubinger ( 5 / 1 ) sowie Veronika Bange ( 4 ) am häufigsten.

Zu Beginn der Partie merkte man den Gästen zunächst die einwöchige Spielpause an, denn es bedurfte erst einiger Fahrkarten seitens der " Bandits ", ehe diese erstmals richtig Torgefahr ausstrahlten. Schröder brachte den HSC mit zwei Treffern vom Siebenmeter-Punkt mit 2 : 1 ( 8. ) in Front und bestrafte so die bis dato schlechte Deckungsleistung der Rostockerinnen.

Zwar konnte Franziska Bartl nach zehn Minuten mit einem Doppelpack nachlegen, aber auch bei den Magdeburgerinnen stimmte die Abstimmung im Deckungsverband noch überhaupt nicht, so dass Rostock bis zum 7 : 7 ( 18. ) durch Stefanie Kohsmann auch weiterhin auf Tuchfühlung blieb.

Eine sich dann steigernde Pauline Radke im HSC-Gehäuse sowie ein 3 : 0-Lauf der Gäste brachten diese beim 10 : 7 ( 22. ) mit drei Treffern in Front.

Nach einer Rostocker Auszeit stellte auch HSC-Trainer Grzegorz Subocz um und brachte Hubinger sowie Beatrice Vogel im Rückraum, woraufhin das Angriffsspiel der Magdeburgerinnen auch deutlich an Fahrt gewann. Ein Treffer von Vogel ( 24. ) sowie ein Doppelpack von Hubinger brachte die Elbestädterinnen fünf Sekunden vor Ultimo schließlich mit 15 : 10 nach vorn, ehe ein kollektives " Pennen " noch das 15 : 11 brachte.

Ein ähnliches Bild bot sich den Zuschauern auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Während die Gastgeberinnen aufopferungsvoll um jeden Ball kämpften, schienen die HSC-Damen allesamt noch in der Kabine zu sein. Die Konsequenz war ein 7 : 1-Lauf der " Dolphins ", dem Susanne Kordt schließlich mit der 18 : 16-Führung ( 40. ) für die Hausdamen die Krönung aufsetzte.

Nach einer Auszeit durch Subocz schienen seine Damen zumindest auf dem Feld angekommen zu sein und standen fortan besser in der Abwehr, was Karleen Hartmann ( 44. ) sowie zwei Mal Veronika Bange ( 46. ) mit ihren Treffern ausnutzen konnten und so die Elbestädterinnen wieder mit 21 : 20 auf Kurs brachten.

Doch war der Lauf der Gäste nur von kurzer Dauer, denn zwei Zeitstrafen gegen Stefanie Wysinski und Yvonne Sachse brachten die " Dolphins " im Gegenzug in doppelter Überzahl wieder mit 23 : 21 ( 49. ) in Front.

Die Partie stand nun auf Messers Schneide, wobei auf beiden Seiten die Fehlerquote deutlich zunahm. Hubinger traf zwar zum 28 : 27-Führungstreffer ( 57. ) für die Gäste, doch die Rostockerinnen kamen durch Maria Wurlitzer eine Minute vor Ultimo noch zum aus ihrer Sicht verdienten Ausgleichstreffer.

HSC 2000 : Radke, Hofmeister – Schröder 9 / 6, Hubinger 5 / 1, Bange 4, Vogel 3, Bartl 3, Maue 2, Hartmann 2, Degen, Sachse, Wysinski, Schüler.