Nach nunmehr drei Niederlagen in Folge scheinen die Zweitligahandballerinnen des HSC 2000 das Siegen verlernt zu haben. Mit einer empfindlichen 22 : 32 ( 6 : 14 ) -Niederlage im achten Sachsen-Anhalt Derby kehrten die Schützlinge von Trainer Grzegorz Subocz am vergangenen Sonntag vom Gastspiel beim SV Union Halle-Neustadt zurück und belegen so mit 4 : 8 Punkten auch weiterhin den zehnten Tabellenplatz.

Von Carsten Krüger

Magdeburg. Nachdem die Schützlinge von HSC-Trainer Grzegorz Subocz in der vergangenen Woche sogar Überstunden geschoben haben, um endlich wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden, verlief der Start der Elbestädterinnen zunächst gewohnt verhalten. Zwar zeigten sich die " Bandits " in der Abwehr erneut engagiert, ließen aber im Angriff die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen und sahen sich so nach acht Minuten bereits mit 0 : 3 im Hintertreffen.

Anja Schröder erlöste schließlich mit dem Treffer zum 1 : 3 ( 10. ) die Bördeländerinnen. Doch auch in der Folge blieben Tore bei den Subocz-Eleven Mangelware, so dass Halle im Gegenzug bis zum 7 : 2 ( 17. ) den Vorsprung auf fünf Tore ausbauen konnte und Magdeburg nach einer Roten Karte gegen Yvonne Sachse fortan ohne Alternative im rechten Rückraum blieb.

Gegen eine äußerst aggressive Hallenser Deckung fanden die Damen um Leitwolf Steffi Wysinski trotz augenscheinlicher Bemühungen zu keinem Zeitpunkt eine Möglichkeit, einfache Tore zu erzielen. Ganz anders jedoch der Gastgeber. Allen voran Simona Roubinkova sowie Loraine Hellriegel sorgten mit ihren kompromisslosen Aktionen immer wieder für viel Torgefahr, was sich bis zum 14 : 6-Halbzeitstand auch eindrucksvoll im Ergebnis widerspiegelte.

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache von Subocz startete der Gast nach der Pause zunächst besser in den zweiten Durchgang, konnte bis zur 39. Minute auf 12 : 17 verkürzen. Leider nutzten die Elbestädterinnen in der Folge den Schwung der guten Startphase nicht aus, so dass ein kleiner Zwischenspurt der Gastgeberinnen bis zum 21 : 13 ( 43. ) erneut eine Acht-Tore-Führung mit sich brachte.

Zwar gaben sich die Magdeburgerinnen auch in der Folge nicht auf, doch merkte man die Verunsicherung der jungen Garde in jeder Angriffsaktion. Einzig Karleen Hartmann bewies in dieser Phase des Spiels ein glückliches Händchen und verhinderte mit ihren Toren ein frühzeitiges " Abschießen " der Gäste. Doch die Tore von Hartmann, sowie eine engagierte Leistung von Torfrau Anne Hofmeister reichten eben nicht aus, um die deutlich cleverer agierenden Gastgeberinnen nochmals ernsthaft in Gefahr zu bringen.

HSC 2000 : Radke, Hofmeister – Schröder 7 / 3, Hartmann 5, Hubinger 4, Bartl 2, Vogel 1, Maue 1, Wysinski 1, Schüler 1, Mendler, Hübner, Bange, Sachse.