Magdeburg. Kurz nach dem Abpfiff interessierte sich keine TuS-Spielerin für den Ausgang es Spieles. Nach einer rüden Attacke der GW-Torfrau fünf Sekunden vor Schluss gegen Maria Haberland blieb diese verletzt liegen und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Dass man aber mit dem 24 : 24 ( 13 : 11 ) einen Punkt in Wittenberg erkämpft hatte, geriet aus Sorge um die Verletzung völlig in den Hintergrund. Nach zwei Stunden im Krankenhaus stellte sich die Verletzung nur als schweres Schleudertrauma heraus.

TuS wirkte im Vergleich zur Auftaktpleite wie ausgewechselt. In den ersten 10 Minuten brillierten vor allem Neuzugang Franziska Helbig und Kreisläuferin Anna Thürmann. Beide waren für das 6 : 4 fast allein verantwortlich. Das Team von Trainer Pußel, welches weiterhin große Reserven im Positionsspiel hat, kam immer wieder zu einfachen Toren. Nach Wiederbeginn forcierte TuS noch einmal das Tempo und drang auf eine Vorentscheidung. Das zahlte sich zunächst auch aus. Nach 35 Minuten führten die Magdeburgerinnen mit 17 : 12. Doch ab der 40. Minute ließ man sich plötzlich das Zepter aus der Hand nehmen. Nach dem 14 : 19 gelang dem Team zehn Minuten kein Treffer mehr. Nun wurde das Spiel nicht nur spannender, sondern auch deutlich härter.

Der Gastgeber wurde in seinen unfairen Attacken nicht gebremst. Von der Härte ließ sich die junge TuS-Mannschaft beeindrucken und lag in der 58. Minute sogar mit 23 : 24 hinten. Marie Jura glich zum 24 : 24 aus. Sandy Kietz scheiterte mit ihren Strafwurf, aber verwandelte regelkonform den Nachwurf. Die Schiedsrichter erkannten den Treffer jedoch nicht an. Dann folgte die Schlussszene mit Maria Haberland ...

TuS : Kuhnert, Ebeling – Thürman 4, Haegebarth, Helbig 4, Schaarschmidt 3, Haberland, Hugk, Jura 4, Kietz 6 / 5, Schulz 2, Kirsten 1, Grabow.