In der I. Hauptrunde des Fußball-Landespokales gewann Verbandsligist MSV 90 Preussen im heimischen Heinrich-Germer-Stadion gegen den Ligakontrahenten Haldensleber SC mit 4 : 1 ( 1 : 1 ). Steve Röhl ( 13. ), Kevin Knöfler ( 65. ) und Alexander Siemke ( 75. Foulelfmeter / 90. ) schossen die Schwarz-Weißen in die nächste Runde, Timm Kreibich ( 15. ) traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste.

Magdeburg ( smu ). Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Danny Giggel ( Jeggau ) war die Freude bei den Preussen groß. Gegen den Spitzenreiter der Fußball-Verbandsliga war das Team von Trainer Dirk Hannemann über weite Strecken besser, zeigte von Beginn an, dass man hier nichts anbrennen lassen wollten. Hannemann : " Ich bin zufrieden, der Sieg war absolut verdient. Meine Truppe hat das gezeigt, was ich von ihr verlange. "

Die Magdeburger begannen wie die Feuerwehr. Verfehlte Virginijus Dapkus per Kopfball das Tor knapp, zielte Röhl wenig später besser. Nach Flanke von Siemke köpfte er das Spielgerät zum 1 : 0 in die Maschen. Die Antwort der Gäste folgte prompt. Mit dem starken Wind im Rücken verwandelte Tim Kreibich einen Freistoß aus gut 25 Meter Torentfernung direkt.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, auf beiden Seiten wurden einige " Hochkaräter " ausgelassen, standen die Torhüter im Brennpunkt des Geschehens. So hielt Preussen-Keeper Christoph Juckelandt stark gegen Sommermeyer, Jacobs und Pientak, auf der anderen Seite scheiterten Dennis Schardt, Röhl und Siemke am glänzend reagierenden Wullf, oder traf Nils-Oliver Göres kurz vor dem Halbzeitpfiff des Schiedsrichters nur das Außennetz.

Die zweite Hälfte gehörte klar den Preussen. Taktisch diszipliniert spielend, machten sie die Räume eng, hinderten den Gast, Druck aufzubauen. Da es Haldensleben nicht schaffte, das Spiel in die Preussen-Hälfte zu verlagern, waren folgerichtig kaum Gäste-Chancen zu notieren. Einzig der Volleyschuss von Sommermeyer ( 54. ), nach Freistoß von Kreibich, den Juckelandt aber gut parierte und eine Chance von Jacobs brachten Gefahr für die Preussen.

Knöfler brachte dann sein Team in der 65. Spielminute in Führung, nachdem die Hausherren zuvor schon einige Möglichkeiten ausgelassen hatten. Am kurzen Pfosten stehend spitzelte er den Ball, nach Vorarbeit von Röhl, ins Tor.

Haldensleben kam nach dem Tor nicht mehr ins Spiel. Zwar brachte Coach Grabinski mit Würlich und Stallmann offensive Kräfte, gefährlich wurde es für die Magdeburger nicht mehr.

Die endgültige Endscheidung fiel eine Viertelstunde vor Schluss. Röhl konnte nur mit unerlaubten Mitteln im HSC-Strafraum gestoppt werden, den fälligen Elfmeter verwandelte Siemke sicher. Auch den Schlusspunkt setzte Siemke. In der letzten Spielminute tauchte er nach einem Kontergegenstoß frei vor Wullf auf und überwand den Keeper überlegt zum 4 : 1 Endstand.

MSV 90 Preussen : Juckelandt – Bossmann, Mensch, Knöfler, Göres, Schardt ( 71. Hitzing ), Matthias, Kauffmann, Siemke, Röhl ( 78. Schmeil ), Dapkus ( 75. Scheinhardt ).