Am 4. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Sachsen-Anhalts konnte der MSV 90 Preussen den ersten vollen Punktgewinn verbuchen. Gegen den FC Einheit Wernigerode gewannen die Magdeburger am vergangenen Sonnabend durch Treffer von Steve Röhl ( 14. ), Torsten Kühnast ( 20. ) und Dennis Schardt ( 50. ) mit 3 : 2 ( 2 : 0 ). Für den Gast erzielte Marco Oberstädt ( 59. / 68. ) beide Tore.

Magdeburg ( smu ). " Ein verdienter Sieg ", gab Preussen-Coach Dirk Hannemann nach dem Spiel zu Protokoll. " Wir haben gut gespielt und es nur versäumt, weitere Tore zu erzielen. Die beiden Gegentore waren absolut unnötig. "

Es war über weite Strecken sehr ansehenswert, was die Preussen im Heinrich-Germer-Stadion zeigten. Sie ließen Ball und Gegner laufen und gingen nach einer knappen Viertelstunde Spielzeit durch Röhl, nach Vorarbeit von Virginijus Dapkus, verdient in Führung.

Es ging munter weiter. Traf Danny Matthias per Freistoß nur das Außennetz, fand wenig später seine Flanke von rechts den mitgelaufenen Kühnast als Abnehmer, der mit schönem Kopfball das 2 : 0 erzielte ( 20. ).

Vom Aufsteiger Wernigerode war in der ersten Hälfte wenig zu sehen. Sie hatten mit dem schnellen Spiel der Hausherren einige Probleme, versuchten mit rustikaler Spielweise im Mittelfeld den Spielfluss zu unterbrechen und hatten Glück, dass die Preussen noch vor dem Wechsel einige " Riesen " ausließen. So traf Röhl nur den Pfosten ( 29. ), Matthias verfehlte nach sehenswertem Spielzug über Bossmann und Röhl das Ziel knapp ( 40. ).

Auch in Hälfte zwei ging es so weiter. Schardt erzielte nach Vorarbeit von Dapkus das 3 : 0 ( 50. ), Matthias, Röhl und Dapkus hatten innerhalb kürzester Zeit weitere Hochkaräter.

Wie aus dem Nichts fiel dann das erste Tor für Wernigerode durch den eingewechselten Oberstädt ( 59. ). Der quirlige Stürmer war nach einem Konter erfolgreich und versetzte die Magdeburger mit diesem Treffer scheinbar in einen Schockzustand. Plötzlich lief nichts mehr, übernahmen die Harzer die Initiative auf dem Platz, so dass Oberstädt sogar das 3 : 2 erzielen konnte ( 68. ).

Danach waren die Preussen plötzlich wieder präsent, übernahmen das Kommando, zeigten aber ein klares Manko : die Chancenverwertung ! Röhl, Mensch, Siemke und Göres scheiterten in aussichtsreichen Positionen am guten Torhüter Andre Helmstedt oder trafen wie Siemke nur die Aluminiumumrandung des Gästetores. So blieb es beim 3 : 2.

Trotzdem ein absolut verdienter Sieg der Preussen, der nur weitaus höher hätte ausfallen müssen.