Wulferstedt (sgr) l Die letzten Entscheidungen an der Spitze und in der Abstiegszone fallen in der Landesklasse, Staffel 3, tatsächlich erst am letzten Spieltag, der heute um 15 Uhr angepfiffen wird.

Germania Wulferstedt hat dabei Einfluss auf die Meisterschaftsentscheidung, was nicht mehr unbedingt zu erwarten war. Bernburgs Zweite ist noch nicht ganz durch. Weil die Saale-Städter am letzten Wochenende nur unentschieden spielten, hofft Westerhausen (drei Punkte und sechs Tore schlechter als Bernburg) immer noch auf das Wunder. Sollte Ilsenburg gegen Askania Bernburg II siegen, müsste auch Westerhausen in Wulferstedt mit mindestens fünf Toren Unterschied gewinnen, um noch Erster zu werden. Mit der schärfsten Waffe, Friedrich Reitzig, in ihren Reihen, kein unmögliches Unterfangen. Jedoch sollte der Gast nicht die Rechnung ohne den heimstarken Wirt machen.

Das Spitzenspiel Vierter gegen Zweiter gewinnt also nochmal an echter Brisanz. Wulferstedt möchte sich für das Debakel in Schackstedt rehabilitieren, als die Wagner-Elf im Spiel um Platz drei mit 3:0 führte und innerhalb von 33 Minuten noch mit 3:4 verlor.

Trainer Marco Wagner äußert sich vor der Partie wie folgt: "Mir ist wichtig, nochmal das Positive herauszuheben. Platz vier mit 51 Punkten - Stand heute - gab es noch nie für eine Wulferstedter Mannschaft auf Landesebene. Hinzu kommt Platz zwei in der Fairnesstabelle und dann natürlich unsere tollen Fans: Es fehlen 47 Zuschauer zum Zuschauerkrösus der Landesklasse 3. Zum Spiel gegen Westerhausen kann man nur sagen, dass wir nochmal gewillt sind, alles zu geben und unseren Fans einen schönen Saisonabschluss bescheren möchten."

Nach dem Spitzenspiel sind alle Fans, Einwohner von Wulferstedt und die Sponsoren zum feierlichen Saisonausklang bei Freibier und Verköstigung auf dem Sportplatz eingeladen. Es wird auch eine Interviewrunde geben, bei der die erfolgreichste Saison der Mannschaft ausgewertet wird.

Schiedsrichter: Dirk Reider, Carsten Gacksch, Jonas Hebestreit