Der für Wulferstedt noch unbekannte Gast kam mit zwei Siegen im Rücken ins Wulferstedter Bruchstadion. Doch den Hausherren genügte an diesem Tag ihre Routine, um diesen Gegner spielerisch zu bezwingen. Am Ende stand ein jederzeit verdientes 2:0, mit dem Wulferstedt den fünften Tabellenplatz festigt.

Wulferstedt l Die Kombinierten kannten den Wulferstedter Platz noch nicht. Mit dem für diese Jahreszeit für ein einzig auszutragendes Spiel noch in einem verhältnismäßig akzeptablen Zustand - das Vorspiel der Zweiten musste dafür natürlich abgesagt werden - tat der FSV sich schwer.

Nach Abpfiff daher kurze Diskussion im Gästelager, ob man überhaupt hätte anpfeifen dürfen. Die Lust am Fußball schien den Kombinierten dann auch abhandengekommen zu sein, denn sie waren in den ersten 25 Minuten nur rein körperlich anwesend. Kaum ein Pass kam zu Stande, selten schafften sie es über die Mittellinie. Spielerisch lief da gar nichts.

Nur Wulferstedt spielte nach Belieben, übte massiv Druck aus, während Drohndorf aufatmete, wenn der Ball mal außer Spielfeld war. Endlich auch das 1:0 durch Axel Wolter, der eine schöne Jahn-Eingabe über die Linie drückte (17.). Ihre erste Chance hatten die Kombinierten in der 25. Minute, als Carlo Bochnig per Freistoß knapp verzog. Der FSV merkte jetzt, dass sich mitspielen durchaus lohnen könnte, und so wurden sie etwas mutiger. Sievers musste den Fuß noch rausstrecken, um ein Durchrutschen des Balles zu verhindern (27.).

Als kurz darauf eine Freißstoß-Eingabe den freien Denis Jankuhn erreichte, scheiterte dieser schwach am aufmerksamen Germania-Keeper (28.).

Gleich nach Wiederanpfiff hatte Wolter einen "Riesen" auf dem Fuß. Er spielte rechts schön den Torwart aus, wollte den Ball aber fast von der Grundlinie selbst in leere Tore bringen und verfehlte das lange Eck, anstatt den Ball nochmal querzulegen (48.).

Ihre einzige Möglichkeit der zweiten Halbzeit hatten die Gäste durch den frischen Dominik Ernst, als Marcus Behrens sich verschätzte. Frei vor Sievers fand aber auch Ernst im Wulferstedter Schlussmann seinen Meister (57.).

Nun kam die Phase, in der Germania die Entscheidung erzwingen wollte. Wolter drosch den Ball aus 14 Metern an die Querlatte (65.).

Naiv waren die Gäste dann beim Umreißen Wolters im Strafraum. Der aufmerksame Schiedsrichter entschied sofort auf Strafstoß. René Jahn verwandelte sicher (71.). Philipp Jekal (73.) und Robert Köhler, der aus zwei Metern vom Torhüter den Ball serviert bekam, diesen Blackout aber nicht nutzen konnte, vergaben weitere Tore.

So waren die Gäste am Sonnabend mit diesem 2:0 noch recht gut bedient.

Germania Wulferstedt: Sievers - Klosa, Behrens, Charwat, Dilge, Schrader (75. Note), Jäger, Dreyer (80. Grzenda), Jekal, Jahn (85. Köhler), Wolter.

Torfolge: 1:0 Wolter (17.), 2:0 Jahn (FE, 71.).

Schiedsrichter: Eckhard Skorsetz (Biere) - Manuel Stein, Detlef Ewe.

Zuschauer: 67.