Oschersleben (oju) l Nach einem tollen und umkämpften Spiel können die Männer des SV Lok Oschersleben mit einem Punktgewinn in die Weihnachtspause gehen.

Es war ja nicht überraschend, dass die Spielzeit 2014/15 eine besonders schwere für den SV Lok Oschersleben wird. Vielleicht wird man bei dem einen oder anderen Gegner auch als Abstiegskandidat gehandelt. Vermutlich sogar zurecht.

Doch daraus lässt sich ja auch eine besondere Motivation ziehen. Ist man gegen Spitzenmannschaften der Verbandsliga auswärts chancenlos, rechnet sich das Team aus der Bodestadt natürlich in den Heimspielen den einen oder anderen Coup aus.

Dementsprechend engagiert gingen die Hausherren gegen die Gäste aus Glinde zur Sache. Den Torreigen eröffnete Mathias König in der ersten Minute mit dem 1:0 für den SV Lok Oschersleben. In den folgenden Minuten wurden aber vor allem im Angriff Fehlabspiele und Fehlwürfe produziert, welche die Gäste mit Tempogegenstößen konsequent bestraften.

So musste Lok-Coach Schulz in der 14. Minute beim Stand von 6:9 für den Glinder HV eine Auszeit nehmen. Er mahnte an, dass die Mannschaft noch besser mit den eigenen Chancen umgehen muss, damit sie sich nicht selber unnötig in Bedrängnis bringt. Bis zur Halbzeit fand die Lok-Sieben über ihren kämpferischen Einsatz zurück ins Spiel und ging mit einem zwei-Tore-Rückstand von 14:16 in die Kabine.

Das Vorhaben der Hausherren für den zweiten Durchgang war klar, noch mal richtig kämpfen und versuchen, den Rückstand zu verkürzen. In der 37. Minute war es dann soweit, Mathias König erzielte den 19:19-Ausgleich. Das Spiel war nun wieder völlig offen und auch die Atmosphäre im BEWOS-Sportzentrum war am kochen. Das Publikum merkte, dass hier was geht und unterstützte die Mannschaft, was zusätzliche Kräfte freisetzte.

Aber zunächst lagen die Gäste über die Stationen 19:21, 21:23 und 23:25 noch leicht im Vorteil. Das änderte sich in der 51. Minute, als Tino Fischer zum 27:27 einnetzte. Jetzt war es ein Spiel auf des Messers Schneide.

Beide Mannschaften kämpften aufopferungsvoll bis zum Schluss, doch kein Team konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen. In der 58. Minute ging der SV Lok durch Dennis Fischer mit 30:29 in Führung.

Doch die Gäste aus Glinde schafften 25 Sekunden vor Spielende noch den Ausgleich, so dass die Partie mit einer Punkteteilung endete.

Im neuen Jahr gibt es das nächste Punktspiel, am 11. Januar geht es gegen den Lokalrivalen LSV 90 Klein Oschersleben.

SV Lok Oschersleben: Philipps, Günther - Rabe (1 Tor), Rudolph (3), König (2), Müller (5), Wesemeier (7), Dennis Fischer (2), Tino Fischer (10), Heyne.

Siebenmeter: 7/5 Zeitstrafen: 4