"Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf wieder", resümierte Tristan Staat, Trainer des Glinder HV "Eintracht" nach dem 28:28 (14:14)-Remis seiner Handballer gegen den SV Langenweddingen II in der Verbandsliga. Staat war mit der Deckungsarbeit seiner Schützlinge zufrieden, im Angriff gab es aber oft zu überhastete Aktionen.

Von Nadja Reichert

Langenweddingen l "Man hat gemerkt, dass es das erste Spiel nach der Winterpause war", so Staat. Dabei kam Glinde gut in die Partie und markierte den ersten Treffer. Überhaupt hatte der Trainer für die ersten 15 Minuten des Matchs kaum Bedenken anzumelden. "Die Deckung war stabil und die Mannschaft agierte im Angriff geduldig."

Dann schlichen sich allerdings allmählich technische Fehler ein. Da Langenweddingen II ebenfalls gut in der Defensive agierte, blieb die Partie weiterhin ausgeglichen. "Die Würfe wurden zu überhastet ausgeführt. Dadurch haben wir Tore vergeben und konnten uns nicht absetzen", schätzte Staat ein. Mit einem 14:14-Remis gingen beide Mannschaften in Kabine.

Auch in der zweiten Hälfte setzte sich der unkonzentrierte Angriff fort. "Die Spieler wollten schnell zu viel", konstatierte der Trainer. "Dadurch habenwir uns zu ¿halben\' Chancen hinreißen lassen."

Dies ermöglichte es den Langenweddingern, über Konterchancen stets dranzubleiben. "Wir hätten führen können", haderte Staat. "Wir starten stets sehr gut und verfallen dann immer wieder in das gleiche Schema."

In den letzten zehn Minuten der Partie zeigte sich deutlich, dass Glinde das Match hätte gewinnen können. Nachdem sich der Gastgeber absetzen konnte, holte der GHV den Rückstand wieder auf. "Die Punkte hätten wir eingefahren, wenn wir im Angriff geduldiger gewesen wären", so Staat. Dem Gegner sprach er aber auch sein Lob aus. "Langenweddingen hat sich gut gezeigt und bewiesen, dass es eine heimstarke Mannschaft ist." Allerdings gab es auch eine unschöne Situation. Langenweddingens Fabian Thürmer traf bei einem Konter Julian Bauer mit dem Ball im Gesicht und sah dafür prompt vom Schiedrichter die Rote Karte.

Glinde: Weiß, Storch - Bauer (3), Max Kreyenberg (2), Prokop (1), Kowaczeck (2), Recker (2), Michael Kreyenberg (5), Timplan (13), Bierhals, Gierath, Blumenthal, Martin Kreyenberg, Mattisseck

Siebenmeter: Glinde 7/6 - Langenweddingen II 5/3; Zeistrafen: Glinde 6 - Langenweddingetn II 9; Rot: Fabian Thürmer (Langenweddingen, 56:56, Foulspiel)