Handball l Calbe (fna) Es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn man sagt, die TSG Calbe hat das entscheidende Spiel in der Mitteldeutschen Oberliga vor der Brust. Gelingt den Saalestädtern heute ab 17 Uhr ein Sieg über den HC Glauchau/Meerane, dann sind sie mittendrin im Rennen um den Ligaverbleib. Sollten sie allerdings verlieren, würde es in den dann verbleibenden zwei Begegnungen wohl nur noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt geben.

Wenngleich die Ausgangslage unglaublich erdrückend zu sein scheint, möchte Trainer Peter Weiß die Last von den Schultern seiner Schützlinge nehmen. "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie nicht auf die Tabellenstände, sondern hauptsächlich auf ihr Spiel schauen soll." Die Gäste reisen als Vierte natürlich als Favorit in die Heger-Sporthalle, doch bereits in der Partie gegen den SV Oebisfelde (3.) hatte die TSG untermauert, dass sie auch gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel bestehen kann. "Mit den Fans im Rücken können wir einen Sieg einfahren", betont schließlich auch Weiß. Und auch ihnen ist die Mannschaft etwas schuldig, schließlich "haben uns zu den letzten Auswärtsspielen immer viele von ihnen begleitet und uns toll unterstützt". Nach drei Niederlagen in Folge soll nun wieder ein positives Ergebnis eingefahren werden.

Doch die Gäste reisen mit der Empfehlung eines Punktgewinns beim Zweiten, HC Einheit Halle (27:27), sowie einem 36:27-Erfolg über den HC Einheit Plauen und ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck an. Bereits zur Pause hatte die starke Defensive für eine 17:8-Führung gesorgt, es gelangen nach Ballgewinnen nämlich viele einfache Treffer nach Kontern.

Calbe dürfte also gewarnt sein, keine einfachen Ballverluste zu produzieren. Diese würden sofort bestraft werden. "Wir dürfen keine Aussetzer haben und uns keine Schwächephase erlauben", betont Weiß. Nachdem sich seine Mannschaft bei den GoGo Hornets stark verkaufte, obwohl sie mit einer Rumpftruppe angereist war, möchte sie diesmal mit fast voller Kappelle die zwei Zähler einfahren. Lediglich Mathias Walter wird dem Team aus beruflichen Gründen fehlen. "Wir können den Klassenerhalt noch realisieren, wir sollten aber im Kopf frei sein."