Schönebeck (nrc) l Es ist gerade erst eine Partie in der Fußball-Landesliga der Saison 2014/15 gespielt und schon sucht den Schönebecker SV das große Verletzungspech heim. Bereits die ersten Begegnung im Landespokal forderte ihren Tribut. Nach der Partie hatte Trainer Marko Fiedler noch viel Lob für seinen neuen Keeper Stephan Pingel übrig: "Er hat wirklich hervorragend gehalten." Doch die gute Leistung hatte offenbar ihren Preis. Pingel knickte unglücklich um. Am Tag nach der Partie schwoll der Knöchel stark an. "Wir haben ihn dann ins Fachkrankenhaus Vogelsang nach Gommern geschickt", berichtete Fiedler. Die Diagnose fiel alles andere als beruhigend aus: Verdacht auf Riss des Syndesmosebands. Für eine genauere Untersuchung muss Pingel am 11. August noch einmal nach Gommern. "Wir hoffen alle, dass sich der Verdacht nicht erhärtet", so der Coach besorgt.

Grund zur Sorge hat Fiedler alle Mal, denn Pingel hat in diesem Fall sein sehr prominentes Vorbild: Borussia-Dortmunds Star Marco Reus fiel drei Monate aufgrund einer solchen Verletzung aus. "Und wir haben nicht die medizinischen Möglichleiten wie im Profifußball." Im schlimmsten Fall könnte der Keeper also noch länger ausfallen.

Weniger hart, aber mindestens ebenso schmerzlich erwischte es Innenverteidiger Robert Kellermann. Nach einem Zweikampf verdrehte sich der Schönebecker das Knie. Die Diagnose hier: Dehnung des Innenbands. Die Folge: Ausfall für drei bis fünf Wochen. "Robert ist jemand, der auf die Zähne beißt", lobte der Coach. "Wenn er sagt, es geht nicht mehr, dann ist es wirklich schlimm." Auf Kellermanns Position werden vorerst Matthias Braunert, Sebastian Jakobs oder David Kühn einspringen.