Calbe (ttr) l Die erste Halbzeit sah nicht schlecht aus und doch schieden die Handballerinnen der TSG Calbe mit 21:29 (13:12) am Ende recht deutlich aus dem HVSA-Pokal aus. Kontrahent war ein alter Bekannter, der MSV Buna Schkopau. Doch während die Gäste im Kern routiniert zu Felde ziehen konnten, war die neue Mannschaft auf Calbenser Seite zum ersten Mal so richtig gefordert.

Die ersten zehn Minuten bereiteten Appetit auf die kommende Saison. Die TSG-Frauen legten mit viel Tempo los, überzeugten im Umkehrspiel und hatten sich nach drei Treffern von Kristin Sroka überraschend zum 5:1 abgesetzt. Die Gäste ließen sich davon aber nicht nervös machen, spulten geduldig ihr Spiel herunter und glichen fünf Minuten später aus (5:5, 14.).

Nun wurde Calbe nervös, sah sich nach einer eigenen Auszeit einem noch druckvoller aufspielenden Gästeteam gegenüber. Insbesondere die fade Abwehrleistung im Mittelblock machte es den Merseburger Kreisläuferinnen leicht und TSG-Torhüterin Josephine Suchan umso schwerer. Dennoch konnte der Neuzugang aus Schönebeck starke Akzente setzen und ihr Team von hinten motivieren. Das reichte dann auch für den Ausgleich und die nochmalige Führung kurz vor dem Seitenwechsel.

Waren die ersten 30 Minuten ein zwar hartes, aber faires und ansehnliches Handballspiel auf Augenhöhe, wurde es in Hälfte zwei zusehends einseitig. Zunächst eroberten sich die Schkopauerinnen mit einem ihrer zahlreichen Treffer von rechtsaußen die Führung zurück, um anschließend das Ruder endgültig an sich zu reißen. Die Saalestädter Abwehr kam regelmäßig den buchstäblichen Schritt zu spät und verschaffte dem Gegner damit noch weitere Chancen.

Auf der Gegenseite wurden Angriffe unvorbereitet wahlweise am Tor vorbei oder in die Arme von Buna-Torfrau Janett Schwerdtfeger geworfen, sodass die Niederlage für die TSG spätestens ab der 40. Minute absehbar war. Das letzte Drittel plätscherte dann auch ohne größere Akzente dahin. Calbe geriet Tor um Tor weiter in Rückstand, hatte zudem noch Pech im Abschluss und musste sich schließlich nicht ohne Grund geschlagen geben.

TSG Calbe: Baier, Mennecke, Suchan - Giese, Gröst (2), Hüls (1), Prokop (6/1), Rust (2), Schreiber (3), Sroka (6/1), Wenzel, Wurbs, Zilke (1)

Siebenmeter: Calbe 5/2 - Merseburg 7/5; Zeitstrafen: Calbe 3 - Merseburg 4