Gab es im vergangenen Jahr noch lange Gesichter bei den Handballern der SG Lok Schönebeck, da man in der Verbandsliga, Staffel Süd, antreten musste, freut sich die Sieben von Henning Stapf nun umso mehr auf den Saisonbeginn in der Wunschstaffel Nord. Lok hofft nun auf eine noch stärkere Unterstützung der Fans, da die Fahrtwege deutlich kürzer werden.

Schönebeck l Lange hatte sich Stapf die Positionen im Stammkader offen gehalten, wollte die Vorbereitung abwarten. "Nun stehen die 14 Mann fest. Es können aber immer noch drei Spieler aus der Reserve nachrücken." Große Veränderungen hat es im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht gegeben, sieht man von der Anzahl der Akteure ab. "Wir können jetzt vor allem im Rückraum mehrere Varianten ausprobieren", erklärte der Trainer.

Obwohl die Nordstaffel als die stärkere gilt, "treffen wir natürlich auf einige unbekannte Mannschaften. Viele, wie etwa Biederitz, haben sich verstärkt, sodass man nicht mehr auf die Ergebnisse der Vorsaison zählen kann." Worauf sich Lok aber am meisten freut, sind die Spiele gegen die Magdeburger Mannschaften und das Derby gegen den Glinder HV "Eintracht".

Die Konkurrenz ist groß, dennoch hat Stapf ein Ziel vor Augen. "Ich persönlich würde mich über einen Platz im oberen Tabellendrittel freuen. Inwiefern wir das erreichen können, werden die ersten Spiele zeigen. Die Staffel Nord ist ausgeglichener als die Staffel Süd. Im Grunde kann jeder jeden schlagen."

Hier Favoriten auszumachen, "ist nicht so einfach. Zumal nach dem Rückzug von Wacker Westeregeln eine starke Mannschaft in der Liga fehlt". Für die Elbestädter zählt allerdings der SV Eiche Biederitz zu den möglichen Aufstiegskandidaten. "Das Team wird oben mitspielen. Der Kader ist im Vergleich zur letzten Saison stärker geworden und ich schätze die Mannschaft auch so ein, dass sie den Staffelsieg erreichen will."

Gegen eben diesen Favoriten bestreitet Lok auch sein erstes Saisonspiel. Die Begegnung beginnt am Sonntag um 17 Uhr in Gerwisch. "Eiche ist natürlich Favorit", schätzte Stapf ein. "Aber die Begegnung wird auch ein guter Gradmesser für uns." Der Coach ist mit der Vorbereitung zufrieden und hofft, dass "die Mannschaft diesen Schwung in den Ligabetrieb mitnimmt." Baustellen gibt es keine mehr. Vor allem in der Deckung "erkenne ich gut Ansätze. Wir müssen nur noch an der Automatisierung bestimmter Abläufe arbeiten."

Loks größte Schwäche in der vergangenen Saison war die fehlende Konstanz im Spiel. "Wir lagen zur Pause schon mal mit zehn Treffern vorn und vergaben dann trotzdem den Sieg." Dies führte Stapf aber zum einem großen Teil auf die fehlende Erfahrung seiner damals noch recht jungen Mannschaft zurück. "Aber das Team ist inzwischen gereift und hat einen großen Schritt vorwärts gemacht."