Schönebeck (nrc) l Betrachtet man die Ergebnisse, dann ist bei den Fußballern des Schönebecker SC nur eine leichte Verbesserung zu erkennen. Auch gegen den VfB Sangerhausen kassierte der SSC eine weitere Niederlage - 0:5 (0:2) stand es schließlich. Damit bleiben die Elbestädter die Schießbude der Verbandsliga.

Sieht man sich die Spiele im Einzelnen an, dann kann man allerdings eine deutlichere Verbesserung erkennen. Rannten die Elbestädter in den ersten Partien fast ausschließlich nur Ball und Gegner hinterher, so gelingt es ihnen inzwischen auch, selbst vorn aktiv zu werden. Auch die Sangerhäuser merkten dies - allerdings erst in der zweiten Halbzeit. Zu Beginn der Partie starteten die Gastgeber schlecht. Bereits in der dritten Minute fiel der erste Gegentreffer, der zweite folgte knapp 15 Minuten später. "Wir haben in der Abwehr keine Zuordnung gefunden. Beim 0:2 stand die Mauer falsch", haderte SSC-Coach Christian Kehr.

Nach den ersten 20 Minuten gelang es Schönebeck jedoch, den Kasten sauber zu halten. Zum einen, da Torwart Lucas Schulz einmal mehr der beste Mann auf dem Platz war und zum anderen, weil der VfB teilweise sehr leichtfertig seine Möglichkeiten vergab. "Das war nicht so, wie ich mir das vorstelle", erklärte auch Sangerhausens Trainer Martin Kinast. So blieb es beim 0:2 zur Pause.

In der zweiten Halbzeit erwischte der SSC den deutlich besseren Start. Dass zunächst keine weiteren Gegentreffer fielen, lag nun nicht mehr ausschließlich an Schulz und Sangerhausens Unkonzentriertheit, sondern auch an der Abwehrarbeit der Gastgeber. Bitter stieß dabei allerdings auf, dass zu viele Bälle ins Aus getreten wurden. Ab der 60. Minute erkannte man den SSC aber plötzlich kaum wieder. Mit intensivem Pressing berannten die "Grünen" den VfB-Kasten und nun musste man den Schönebeckern eine schlechte Chancenverwertung vorwerfen. "Dass kein Tor fiel, war sehr ärgerlich, aber ansonsten war es genau das, was ich mir vorstelle", lobte Kehr.

Nach zehn starken Minuten beruhigte sich das Geschehen zumindest fußballerisch wieder. Auf dem Platz gab es zwar weiterhin einiges zu sehen, aber dies waren meistens die Entscheidungen der Unparteiischen, die vom SSC und seinen Fans mehrere Male lautstark kritisiert wurden - zweimal allerdings nicht unberechtigt. Marcel Zielke sah in der 84. Minute Rot für wohl doch zu harsche Kritik. "Das war unnötig und wird auch vereinsinterne Konsequenzen haben", erklärte Kehr. Doch trotz der Roten Karte und der fünf Gegentreffer "war es ein Schritt nach vorn. Wir haben uns Ziele gesetzt und die meisten haben wir erreicht."

Eine Verbesserung der Mannschaft sieht auch Kapitän Sascha Igel. "Es ist uns gelungen, durch Pressing zumindest ein paar Minuten Torgefahr auszustrahlen. Das gibt uns viel Selbstvertrauen." Ignorieren kann und will Igel auch nicht die Situation. "Unsere Zuordnung stimmt nach wie vor nicht. Wir leisten uns zu viele leichte Fehler. Aber daran arbeiten wir jede Woche."