Tausend Glücksgefühle strömten am Sonnabend nach Abpfiff der Sachsen-Anhalt-Liga-Partie der Calbenser Handballerinnen gegen den MSV Buna Schkopau durch die Hegersporthalle. Mit 34:22 hatte das Team um das Trainergespann Annett Schroeter und Ralf Bertram den Dauerkonkurrenten aus Merseburg zuvor aus der Halle gefegt.

Calbe l Die TSG-Sieben zeigte sich von Anfang an präsent und machte deutlich, dass sie in den acht Wochen seit dem letzten Zusammentreffen der beiden Teams im Landespokal tüchtig dazugelernt hatte. Eine Schnupperphase der alten Kontrahenten war überflüssig und so ging es bereits in den ersten Minuten ordentlich zur Sache. Die Gäste bauten im Angriff viel Druck auf, doch die starke Calbenser Abwehr stand ausgezeichnet und konnte sich auf ihre Torhüterin Josephine Suchan mehr als verlassen. Mit zwei Abstaubern gelang Kristin Sroka nach sieben Minuten die 4:1-Führung. Beide Teams setzten auf ein hohes Tempo, was das Spiel attraktiv und aus Sicht der TSG-Fans absolut erfreulich gestaltete. Denn nahezu durchgängig bewiesen die Calbenserinnen, dass sie aus der zweiten Welle heraus zum Erfolg kommen können. Mit dem Vorsprung stieg auch die Sicherheit. Vor allem Lisa-Marie Prokop und in der zweiten Hälfte auch Kreisspielerin Laura Schmidt bewiesen Spielwitz, wenn es darum ging, dem Gegner den Ball abzuluchsen, und sorgten damit für Begeisterung auf der Tribüne. Als Josephin Wurbs wenige Minuten vor dem Wechsel zum 13:5 erhöhte, war die Verzweiflung auf Gästeseite bereits mit Händen greifbar.

Nach der Pause setzte Buna-Trainer Tino Radtke alles auf Offensive, was der TSG den Weg zum Tor zwar erschwerte, letztlich aber nicht verstellte. Die große Stärke der Gastgeberinnen lag wie schon in den Vorwochen in der großen Gemeinschaft. Blitzschnell suchten die Spielerinnen den freien Mann, schufen für den Nachbarn Lücken und konnten sich gemeinsam über den weiter wachsenden Vorsprung freuen. Den Rücken hielt ihnen nun Elisa Mennecke frei, die mit zwei Paraden direkt nach ihrem Einwechseln ein Ausrufezeichen gesetzt hatte. Die Trainer nutzten nun die Möglichkeit nicht nur dazu, allen im Team Spielanteile zu geben, sondern probierten aufs Geradewohl neue Konstellationen aus. Das zwang die Spielerinnen, sich trotz des hohen Vorsprungs auf immer wieder neue Situationen zu konzentrieren. So setzte Marie Zilke Sophia Rust gekonnt in Szene, die zum 26:15 (48.) verwandelte, während sich das Formtief der ersatzgeschwächten Gegnerinnen nur noch verschlimmerte. Trotz neuer Positionen kämpfte die TSG-Abwehr auch in der Schlussphase bärenstark weiter und ließ keine Luft an ihren greifbaren Erfolg kommen. Als sich kurz vor dem Ende auch noch Frederike Giese und Mandy Wenzel in die Torschützenliste eintrugen, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

Die TSG-Frauen haben nach den drei Siegen in Folge ihr Punktekonto nun ins Plus gebracht. Gegen den Tabellenzweiten HSV Magdeburg können die Calbenserinnen daher am kommenden Sonntag ohne Druck aufspielen.

TSG Calbe: Alexandra Baier, Elisa Mennecke, Josephine Suchan - Frederike Giese (1), Alicia Sophie Gröst (2), Stefanie Hüls (3/1), Lisa-Marie Prokop (7), Sophia Rust (5), Laura Schmidt (2), Antje Schreiber (4), Kristin Sroka (4/1), Mandy Wenzel (1), Josephin Wurbs (2), Marie Zilke (3)

MSV Buna Schkopau: Anne Lösche, Janett Schwertfeger - Nele Avermann (1), Maria Bartlitz, Nadine Brauer (2), Denise Crone, Lisa Fildebrandt, Ulrike Mittag (1), Juliane Nabert (11/8), Franziska Schmidt (1), Mandy Schmidt, Juliane Schwager, Nadja Truöl (6)

Siebenmeter: Calbe 2/2 - Merseburg 10/8; Zeitstrafen: Calbe 5 - Merseburg 2