Schönebeck (nrc) l Schöner Fußball sieht anders aus. Daher war es wohl auch nicht verwunderlich, dass Michael Steffen, Trainer des Schönebecker SV, nach dem 0:0-Unentschieden gegen den SV Stahl Thale, nicht zufrieden war. Dennoch betonte er: "Mit dem Punkt können wir leben." Der Zähler half dem SSV, wieder etwas Luft zu den Abstiegsrängen zu bekommen und hob die Mannschaft auf Platz zehn der Landesliga.

Von Beginn an fehlte das nötige Feuer bei beiden Mannschaften. Zwar gingen die Ballwechsel schnell hin und her, aber für richtige Aktionen bedurfte es immer wieder langer Bälle. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr zog sich das Geschehen auch über lange Pässe auf. Der Ball wurde von Hälfte zu Hälfte hin und her geschlagen. Torchancen hatten beide Seiten, Thale mit einem leichten Plus. Zählbares sprang allerdings nicht dabei heraus. Die Passwege vor dem Tor waren oft zu kompliziert. Ein Beispiel: Steven Gondeck rannte mit dem Ball auf dem Fuß frei auf den Kasten der Harzer zu. Doch anstatt selbst abzuziehen, suchte er noch einmal den Pass zu Denis Neumann, der dann einen Schritt zu spät da war.

Der SV Stahl machte es jedoch nicht besser. Der SSV hatte mehrfach Glück, dass der Gegner stets zu heftig ans Leder trat und dieses somit über das Tor von Stephan Pingel hinweg flog. Der Keeper hatte allerdings auch seinen Anteil daran, dass es beim torlosen Remis blieb. So hatte Thale etwa kurz nach Wiederanpfiff eine Riesenchance, die der Torwart mit einem Hechtsprung nach rechts noch vereiteln konnte.

In einer anderen Situation fehlte es an der Zuordnung im eigenen Strafraum. Die Harzer nutzten dies beinahe. Ein Kopfball war schon fast im Tor des SSV, Pingel kam noch im letzten Moment mit der Hand dran und konnte klären.

"Es hätte nicht bei diesem Remis bleiben müssen, denn wir hatten unsere Möglichkeiten", erklärte Steffen. "Am Ende war das Unentschieden aber auch gerecht."

Schönebecker SV: Pingel - Braunert, Kellermann, Kühn, Döring, Bruchmüller, Neumann, Gondeck, Dudziak, Wagner, Jakobs

Tore: Fehlanzeige; SR: Stefan Cordes (Bitterfeld); ZS: 43