Calbe (nrc) l Während die Männer der TSG Calbe seit Januar wieder flüssig im Spielbetrieb der Sachsen-Anhalt-Liga stecken, bestreiten die Handballerinnen heute ab 16 Uhr ihre erste Partie seit dem 13. Dezember 2014. Die Calbenserinnen reisen zum Magdeburger SV )9.). Die Herren empfangen heute ab 17 Uhr den HV Wernigerode.

Gegen die Harzer geht es für die Saalestädter vor allem darum, den Platz an der Sonne zu verteidigen. "Den Druck des Erstplatzierten spüren die Jungs aber nicht", versicherte Trainer Peter Weiß. "Aber man merkt schon, dass sie die Tabelle im Augen haben und natürlich oben bleiben wollen." Nur ein Punkt trennt die TSG vom Zweiten SV Langenweddingen.

Im Hinspiel führte Calbe zur Halbzeit mit fünf Toren, gewann am Ende allerdings nur knapp mit zwei. "Das hatten wir uns selbst zuzuschreiben. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit zu viele Fehlwürfe geleistet. Das darf uns heute nicht passieren."

Fehlwürfe leistete sich allerdings auch der HVW in seiner vergangenen Partie gegen den BSV Magdeburg und verschenkte dadurch den Sieg. Für Weiß ein deutliches Warnzeichen. "Wenn der Gegner wach ist, wird es wieder eng." Der Trainer hat vor allem ein Auge auf Markus Czaja und Axel Csordas. Aber Calbe sei gut auf die beiden wurfgewaltigen Spieler vorbereitet.

Personell bangt die TSG um den Einsatz von Niclas Kaiser. Definitiv verzichten muss sie auf Keeper Daniel Bertram. Dafür erhält Philip Giesemann aus der Reserve wieder eine Chance in der Ersten.

Ausfälle plagen die Frauen dagegen nicht. Die lange Pause war in sofern hilfreich, dass "wohl alle in der Mannschaft da sein werden", wie Co-Trainer Ralf Bertram erklärt. Allerdings "ist die Unterbrechung spielerisch eher ein Nachteil. Wir haben versucht, die Zeit mit einer Trainingspartie gegen Köthen sowie die eigenen Herren zu überbrücken." Allerdings fanden diese nicht statt.

So blieben nur die Übungseinheiten, um sich intensiv auf die Magdeburgerinnen vorzubreiten. Das Hinspiel verlief äußert knapp. Zur Pause führte die TSG mit einem Tor, am Ende unterlag sie aber mit 28:29. "Dieses Mal wird es genauso eng", schätzt Bertram ein. "Der MSV ist ein Team, das mit uns auf Augenhöhe agiert." Der Co-Trainer erinnert sich auch an die Kreisläuferinnen, "über die Magdeburg sehr gefährlich war".