Nicht nur Henning Stapf musste einmal tief durchatmen, als die Partie gegen den HV Solpke/Mieste zuende war. Es war ein packendes Duell der Handball-Verbandsliga, in der die SG Lok Schönebeck mit einem Endspurt ein 30:30 (15:15)-Unentschieden erkämpfte.

Schönebeck l Vom intensiven Spiel auf dem Parkett hatten sich auch die Fans beider Seiten mitreißen lassen und somit eine Atmosphäre geschaffen, die es in der Franz-Vollbring-Halle nicht so oft gibt. Mit einem guten Start sorgte die SG Lok für frohe Gesichter bei ihren Anhängern. Mit aggressiver Körpersprache und der richtigen Leidenschaft, wie sie der Coach gefordert und in den vergangenen Partien vermisst hat, erarbeitete sich der Gastgeber eine 14:11-Führung. "Wir hatten die Chance auf noch mehr Tore, haben aber vier Siebenmeter und zwei Versuche von außen verballert", haderte Stapf. Solpke/Mieste gleich daher zur Pause aus.

Nach dem Wechsel blieb es ein offener Schlagabtausch, bis die Gäste Mitte der zweiten Hälfte durch einen 7:2-Lauf enteilten. "Wir haben in der Abwehr den gegnerischen Kreis nicht abgeschirmt." Immer wieder war Solpke/Mieste mit dem gleichen Spielzug erfolgreich und führte mit 21:16.

Auf der anderen Seite spielte Lok vor der robusten Gäste-Abwehr mit dem starken Innenblock zu oft quer, anstatt in die Tiefe zu gehen. "Zu diesem Zeitpunkt sah es böse für uns aus." Doch das Team fing sich rechtzeitig. Angeführt von Jost Mattisseck, der zwei seiner drei Treffer in dieser Phase erzielte, und Denny Schulz, der nach seiner Einwechslung von rechtsaußen ebenfalls zweimal erfolgreich war, verkürzte Schönebeck und glich zum 23:23 aus. Zwei Minuten vor dem Ende erzielte Nick Blume die 30:29-Führung für die Gäste. Doch der ehemalige Oebisfelder Martin Schröder nutzt eine zweifache Überzahl und erzielte noch den Ausgleich.

Mit diesem Punktgewinn verteidigte Lok den zweiten Platz, wenngleich Eiche Biederitz (3.) ein Spiel weniger absolviert hat und die Schönebecker noch abfangen kann. "Wir haben ein ordentliches Restprogramm. Es wird eng. Wir müssen immer kämpfen, um diesen Platz zu halten."

Lok Schönebeck: Knörich - Schulz (2), Bauer (2), Warschkau (5), Kazmierowski (2), Mattisseck (3), Meißner (1), Blumenthal, Schröder (7), Krause (8), Prokop, Riedel

Solpke/Mieste: Quatz, Weis - Fehse, Spychalski (1), Röscher, Hauf (7), Sauer (6), Kleist (2), Soeder, Gürtler, Grassel (2), Blume (9), Seiler (2), Friedrichs (2)

Siebenmeter: Schönebeck 6/3 - Solpke/Mieste 3/3; Zeitstrafen: Schönebeck 2 - Solpke/Mieste 3